Weltmarktanteil erhöht
Adva übertrifft Analystenerwartungen

Der Telekom-Ausrüster Adva Optical Networking hat im zweiten Quartal 2002 auf Proforma-Basis operativ schwarze Zahlen geschrieben und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Reuters MARTINSRIED. Mit einer baldigen Erholung der Branche rechnet der Spezialist für Glasfaser-Netze aber nicht.

Das Betriebsergebnis unter Ausschluss von Sondereffekten habe sich auf 0,2 (Vorjahresquartal: minus 1,2) Millionen Euro belaufen, teilte die im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 notierte Gesellschaft am Dienstag in Martinsried bei München mit. Der Quartalsumsatz sei auf 22,3 Millionen Euro geklettert, was einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspreche. Finanzchef Andreas Rutsch sagte im Interview mit Reuters, Adva wolle auf Proforma-Basis auch im laufenden dritten Quartal und im Gesamtjahr operativ schwarze Zahlen schreiben. Anzeichen für eine Erholung des krisengeschüttelten Telekommunikationsmarkts sieht Rutsch derzeit noch nicht. "Wir erwarten frühestens 2003 eine nachhaltige Belebung", sagte er.

Weltmarktanteil in schwierigem Umfeld erhöht

Nach Steuern verringerte Adva den Proforma-Fehlbetrag im Quartal auf 0,2 (2001: 2,1) Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten bei einem Umsatz von durchschnittlich 24,9 Millionen Euro einen Betriebsverlust auf Proforma-Basis von 0,2 Millionen Euro erwartet. Beim Proforma-Nettoverlust hatte der Konsens zudem mit 0,39 Millionen Euro doppelt so hoch wie die letztlich veröffentlichten Zahlen gelegen. Im dritten Quartal rechnet Adva mit einem Umsatz zwischen 20 und 25 Millionen Euro.

Den operativen Gewinn begründete Adva mit Kostensenkungen und einer verbesserten Bruttomarge. In einem schwachen Markt habe das Unternehmen bis Ende März seien Weltmarktanteil im Bereich Stadtnetze auf 17 (Ende 2001: 14) Prozent erhöht, sagte Rutsch. Im zweiten Quartal sei dieser noch weiter gestiegen oder zumindest konstant geblieben, Zahlen lägen aber noch nicht vor.

Rutsch kündigte die Prüfung weiterer Einsparmöglichkeiten an, konkretisierte diese aber nicht. "Das mittelfristige Ziel ist es, hier noch einen Schnaps draufzulegen", sagte er. Adva wolle auf Dauer bei Umsätzen von unter 23 bis 22 Millionen Euro auf Quartalsbasis die Gewinnzone erreichen. Ob hierfür auch Stellenstreichungen in Betracht gezogen würden, ließ er offen. Mit Schätzungen von Analysten, wonach die Gesellschaft im laufenden Jahr einen Umsatz von 88 bis 94 Millionen erreichen wird, fühlt sich der Finanzchef seinen Worten zufolge wohl. Zuletzt war noch eine Spanne von 92 bis 96 (2001: 90,0) Millionen Euro genannt worden.

Verlustverringerung auch bei Einbeziehung von Sondereffekten

Auch unter Einberechnung von Sondereffekten konnte Adva im Zeitraum April bis Juni seinen Verlust deutlich verringern: Der Fehlbetrag schrumpfte demnach auf 3,7 Millionen Euro nach 17,4 Millionen Euro im zweiten Quartal 2001. Den Verlust je Aktie bezifferte Adva auf 0,11 (0,54) Euro.

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