Weltmarktführer setzt auf Kostenvorteile
Daimler-Chrysler will seine Nutzfahrzeugtechnik enger verzahnen

Mit dem verstärkten Einsatz von gleichen Komponenten in der Mercedes-Nutzfahrzeugsparte und bei der US-Tochter Freightliner will Daimler-Chrysler die bisher schwache Rendite in dem Bereich verbessern.

Reuters WÖRTH. Die nächste Generation schwerer Lkw von Mercedes und Freightliner werde eine einheitliche Elektrik- und Elektronik-Architektur erhalten, kündigte Nutzfahrzeug-Vorstand Eckhard Cordes zum Produktionsstart des neuen "Actros"-Modells am Montag im pfälzischen Wörth an. Zudem werde Freightliner von Ende des Jahres an die Mercedes-Achsentechnik einsetzen. Auch die Lkw-Motoren sollen, soweit möglich, weltweit vereinheitlicht werden. "Wir führen derzeit Detailuntersuchungen für die Anforderungen eines global einsetzbaren Motorenprogramms durch - ein äußerst viel versprechendes Projekt", sagte Cordes. Bisher war dies an den unterschiedlichen Anforderungen an Lkw in den USA und Europa gescheitert.

Mit neuen Modellen will sich Daimler-Chrysler gegen die anhaltende Flaute auf dem weltweiten Lkw-Markt stemmen. "Die Nutzfahrzeug-Branche kann für 2003 mit keinem Rückenwind durch die internationalen Märkte rechnen", bekräftigte Cordes. Auch der Nachfolger des Vito (V-Klasse) soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, der erfolgreiche Kleintransporter "Sprinter" wird gleichzeitig in Nordamerika unter der Marke Dodge verkauft. Daimler-Chrysler wolle seine Position als Weltmarktführer in Kostenvorteile und höhere Gewinne umsetzen, sagte Cordes. 2002 hatte die Nutzfahrzeug-Sparte den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn auf 176 (2001: 51) Mill. Euro ausgebaut, auf Grund von Restrukturierungskosten unter dem Strich aber erneut einen Verlust ausgewiesen. In Brasilien will Daimler-Chrysler künftig die europäischen Modelle verkaufen und die separate Entwicklung dort einstellen. In Asien war Daimler-Chrysler kürzlich mit 43 % bei der Nutzfahrzeug-Sparte Fuso von Mitsubishi Motors eingestiegen. Auch dort sollen Komponenten und Aggregate ausgetauscht werden.

Die Aktie von Daimler-Chrysler notierte am Montagmorgen in einem schwachen Gesamtmarkt knapp 3 % leichter bei 28,65 Euro.

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