Weltmeister weist Vorwürfe zurück
Schumacher sieht sich Schummel-Gerüchten ausgesetzt

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat mit Unverständnis auf schlimme Schummel-Gerüchte reagiert und die bösen Vorwürfe um manipulierte Reifen zurückgewiesen. "Gerüchte sind einfach in die Welt zu setzen, damit müssen wir halt leben", sagte der Weltmeister am Donnerstag (Ortszeit) in Montreal.

HB MONTREAL. "Es ist ziemlich einfach: Die FIA weiß genau, was bei unseren Reifen passiert. Und die FIA sagt, ob etwas in Ordnung ist oder nicht", stellte der Ferrari-Pilot vor dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (18.30 Uhr/RTL und Premiere) klar.

Angesichts der beinahe schon unglaublichen Dominanz von Schumacher wird in der Formel 1 immer wieder das Gerücht gestreut, dass Ferrari die Reifen von Schumachers Auto mit einem verbotenen Spezial-Spray bearbeitet, um damit den Grip zu verstärken. "Das ist jämmerlich! Wer so etwas von uns behauptet, sollte sich in Grund und Boden schämen", stellte dazu in der "Bild" (Donnerstag-Ausgabe) Ferrari-Teamchef Jean Todt fest.

Doch selbst die Schlammschlacht um die Reifen hat Schumacher die gute Laune nicht verderben können. Vor dem achten Saison-Rennen schwelgte der Ferrari-Star in Erinnerungen und brachte sogar seinen momentan erfolglosen Bruder Ralf mit ins Spiel. "Das war mit einer der schönsten Momente, die wir in unserer Rennkarriere hatten", sagte der Rekordweltmeister über den ersten Doppelerfolg eines Bruderpaares in der Formel-1-Geschichte. Vor drei Jahren hatte der jüngere Ralf Schumacher beim Großen Preis von Kanada den älteren Bruder auf Platz zwei verwiesen. "Ich war stolz auf Ralf. Den kleinen Bruder dort oben zu sehen, das war ein schöner Moment." Im vergangenen Jahr in Montreal gelang den schnellen Brüdern aus Kerpen dieses Kunststück erneut. Doch diesmal lag Michael vor Ralf.

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