Weltmeisterschaft 2007 in München
Verheißungsvoller WM-Start für deutsche Ruderer

Vier am Sonntag gestartete Medaillenkandidaten des Deutschen Ruderverbandes sind bei der Weltmeisterschaft in Mailand mühelos ins Halbfinale gelant. Unter ihnen der Einer mit Marcel Hacker.

HB/dpa MAILAND. Marcel Hacker ist erfolgreich in das Unternehmen Gold gestartet. Im Einer-Vorlauf der Ruder-Weltmeisterschaften auf dem Idroscalo See in Mailand setzte der Titelverteidiger aus Kassel seine seit zwei Jahren anhaltende Siegesserie fort. Scheinbar mühelos hielt er den Bulgaren Iwo Janakiew am ersten Tag der Titelkämpfe auf Distanz und zog ins Halbfinale ein. Ungeachtet der neuerlichen Demonstration seiner Stärke gab sich der WM-Favorit bescheiden: "Die erste Hürde auf dem Weg zur Olympia-Qualifikation ist genommen. Aber in Sachen Technik gibt es noch eine Menge zu tun."

Ähnlich verheißungsvoll verlief der WM-Auftakt für die restlichen Medaillenkandidaten des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Weitere drei der am Sonntag in den olympischen Klassen gestarteten Boote ersparten sich bei hochsommerlichen Temperaturen von 35 Grad mit leichtem Schiebewind den Umweg über den Hoffnungslauf. "Ich bin zufrieden. Alle Boote haben die Erwartungen erfüllt", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Wie Hacker untermauerte Katrin Rutschow-Stomporowski ihre Titelambitionen im Skiff. Die letztjährige WM-Dritte aus Berlin kontrollierte ihren Vorlauf nach Belieben und verwies Kristiana Rode (Lettland) mit über fünf Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang. Rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt scheint der Vierer ohne Steuermann zurück zu alter Klasse zu finden. Sechs Wochen nach dem enttäuschenden dritten Rang beim Weltcup-Finale auf dem Luzerner Rotsee ließen die Titelverteidiger um Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) keinen Zweifel am Vorlauferfolg über Australien.

Zweier müssen in den Hoffnungslauf

Darüber hinaus hat auch der Frauen-Doppelzweier Kurs auf eine Medaille genommen. Das Duo Britta Oppelt/Kathrin Boron (Berlin/Potsdam) hielt sich mit einem Start-Ziel-Sieg schadlos. Dagegen müssen die beiden schweren ungesteuerten DRV-Zweier sowie der Männer-Doppelzweier erwartungsgemäß in den Hoffnungslauf. "In diesen Bootsklassen geht es in erster Linie nur um die Sicherung der olympischen Quotenplätze", sagte Müller.

Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch auf sportpolitischem Parkett verlief der WM-Start aus deutscher Sicht zufrieden stellend. Im Bewerber-Duell mit Aiguebelette um die WM 2007 behielt München auf dem Kongress des Weltverbandes (FISA) die Oberhand. Ungeachtet der Empfehlung der Athletenkommission votierte eine knappe Mehrheit (86:69) der Delegierten am Samstag für die Olympia-Stadt von 1972. Nach bisher drei vergeblichen Bewerbungen für die Titelkämpfe 1995, 2002 und 2003 hatte Bernd Schuhmacher, Vorsitzender des Olympia- Regattavereins in München, endlich allen Grund zur Freude: "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir haben bereits bei den Weltcups bewiesen, dass wir große Regatten veranstalten können."

Erst am Montag geht der Deutschland-Achter ins WM-Rennen. Im Vorlauf um 13.20 Uhr steht das DRV-Paradeboot im Duell mit den Teams aus Polen, Frankreich, Ägypten und den Niederlanden vor einer lösbaren Aufgabe.

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