Weltrekord eingestellt
Schumacher gewinnt auch den Großen Preis von Deutschland

Bei seinem Heimrennen in Hockenheim hat Michael Schumacher einen roten Freudentaumel ausgelöst. Mit Ohren betäubendem Krach und Fahnengeschwenke haben Tausende "Schumi"-Fans beim Großen Preis von Deutschland den souveränen Sieg ihres Lieblings gefeiert.

HB HOCKENHEIM. Der Formel-1-Weltmeister aus Kerpen machte mit seinem elften Saisonerfolg am Sonntag nicht nur einen weiteren Riesenschritt in Richtung siebter Titelgewinn, sondern stellte auch vorzeitig seinen Weltrekord aus dem Traumjahr 2002 ein. Zudem blieb "Mr. Zuverlässig" zum 50. Mal in Serie von einem technischen Defekt verschont.

Durch den frühen Unfall seines schärfsten Widersachers Kimi Räikkönen waren der insgesamt 81. Grand-Prix-Sieg Schumachers und sein dritter Erfolg in Hockenheim nach 1995 und 2002 zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Ferrari-Star kontrollierte vor offiziell 101 000 Zuschauern - wobei auf den Tribünen große Lücken klafften - das Geschehen nach Belieben. BAR-Pilot Jenson Button (Großbritannien) belegte den zweiten Platz vor Fernando Alonso (Spanien) im Renault.

Nach dem 12. von 18. Rennen liegt Schumacher (110 Punkte) nun 36 Punkte vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (74). Button (61) ist so gut wie aus dem Titelrennen. Dagegen wäre Schumacher mit zwei weiteren Siegen nach der Sommerpause in Ungarn und Belgien schon Ende August Champion.

Schumacher gewann den wegen eines technischen Defekts von Olivier Panis auf 66 Runden (301,884 km) verkürzten Grand Prix in 1:23:54,848 Stunden. Button wies 8,3 Sekunden Rückstand auf, da es der 35 Jahre alte Rheinländer angesichts des sicheren Sieges am Schluss langsamer angehen ließ. McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard (Großbritannien) verpasste als Vierter knapp seinen ersten Podestplatz der Saison.

Juan Pablo Montoya (Kolumbien) und Ralf Schumachers Ersatz Antonio Pizzonia (Brasilien) holten als Fünfter bzw. Siebter Punkte für Williams-BMW. Nick Heidfeld musste dagegen wegen eines technischen Problems seinen Jordan-Ford in der 44. Runde in der Box abstellen. Es war der sechste Ausfall des Mönchengladbachers, dessen Formel-1- Zukunft weiter offen ist.

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