Weltrekorde nehmen kein Ende
Michael Phelphs trotz Niederlage obenauf

Zwar hat Michael Phelphs mit den Weltrekorden von Aaron Peirsol und Amanda Beard nicht ganz mithalten können, doch nahm die amerikanische Olympia-Qualifikation für ihn trotzdem noch ein gutes Ende: Er sicherte sich seine Olympia-Tickets Nummer vier und fünf und rückte damit seinem Minimalziel von sieben Goldmedaillen ein Stückchen näher.

HB LONG BEACH. Das Weltrekord-Festival von Long Beach nimmt auch am sechsten Wettkampftag kein Ende. Aaron Peirsol und Amanda Beard sorgten in der Nacht zum Dienstag vor fast 10 000 Zuschauern für die Weltbestmarken vier und fünf. Der Olympia-Zweite Peirsol verbesserte den von ihm seit zwei Jahren gehaltenen Weltrekord um 41 Hundertstel auf 1:54,74 Minuten und verwies Michael Phelps (1:55,86) auf den zweiten Rang.

Es war die erste Niederlage für den Superstar, der bis zur dritten Wende noch gleichauf mit Peirsol auf Weltrekordkurs lag. Doch trotz der Niederlage sicherte sich Phelps sein viertes Einzelstartrecht, dem er 28 Minuten später mit dem Sieg über 200 m Lagen das Fünfte folgen ließ. Außerdem hat der 19-jährige Teenager aus Baltimore, der in Athen wenigstens sieben Goldmedaillen gewinnen möchte, wie sein Landsmann Mark Spitz 1972 in München, einen Startplatz in der 4 x 200 m Freistil-Staffel sicher. In der Nacht zum Mittwoch wird er noch über 100 m Schmetterling um ein Olympia-Ticket wetteifern.

Über die kurze Lagendistanz schlug Phelps in der Weltjahresbestzeit von 1:56,71 Minuten an, womit er seinen Weltrekord um 77 Hundertstel Sekunden verfehlte. Amanda Beard hatte den Rekord-Abend mit der Weltbestzeit von 2:22,44 Minuten eröffnet. Die 22 Jahre alte Olympia-Dritte von Sydney und Olympia-Zweite von Atlanta blieb damit 52 Hundertstel Sekunden unter der von der Australierin Leisel Jones erst vorigen Freitag in Brisbane markierten Bestmarke. Chancenlos gegen die Bestzeit konnten Caroline Bruce (2:27,22) und die Olympia-Zweite Kristy Kowal (2,27,99) nur noch den zweiten und dritten Platz unter sich ausmachen.

Gleiches Schicksal ereilte 100-m-Olympiasiegerin Megan Quann (2:30,02), die nur den sechsten Platz belegte. Kara Lynn Joyce behauptete sich im vierten Endlauf des Tages über 100 m Freistil überraschend in 54,38 Sekunden vor der Favoritin Natalie Coughlin (54,42), während Publikumsliebling Jenny Thompson nur Fünfte (55,03) wurde. Die achtmalige Olympiasiegerin hatte sich ihre vierte Olympia-Teilnahme bereits durch einen zweiten Rang über 100 m Schmetterling gesichert. Jason Lezak zog mit der Weltjahresbestzeit von 21,98 Sekunden in das Finale über 50 m Freistil ein.

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