Weltsicherheitsrat verschiebt Entscheidung
Sanktionen gegen Sudan bleiben bestehen

Der Weltsicherheitsrat in New York hat eine Abstimmung über die Aufhebung der Sanktionen gegen Sudan wegen der Terroranschläge auf die USA verschoben. Der französische UN-Botschafter und Ratsvorsitzende Jean-David Levitte erklärte, die für Donnerstag geplante Diskussion über das Ende der Sanktionen sei vorerst abgesetzt worden.

ap NEW YORK. Die Abstimmung hätte am kommenden Montag erfolgen sollen. Über einen neuen Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Auf die Frage, ob die USA um die Änderung der Tagesordnung gebeten hätten, sagte Levitte, das sei offensichtlich.

Der UN-Weltsicherheitsrat hatte 1996 diplomatische Sanktionen gegen Sudan verhängt, später wurden die Sanktionen auf den Luftverkehr ausgedehnt. Die Maßnahmen sollten die Regierung in Khartum dazu bewegen, die Attentäter auszuliefern, die im Juni 1995 das Feuer auf den Wagen des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak in Addis Abeba eröffneten. Die Verdächtigen sollen nach Sudan geflüchtet sein. Die sudanesische Regierung hat erklärt, die Beziehungen zu Ägypten und Äthiopien hätten sich wieder normalisiert. Die USA fordern indes, dass Sudan eindeutig darlegt, dass das Land nicht länger Terrorgruppen Unterschlupf gewährt, bevor eine Aufhebung der Sanktionen erwogen wird.

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