Weltweit noch 100 000 Rechner mit der ersten Variante verseucht
Zahlreiche Varianten vom "Code Red"-Virus weltweit aktiv

Die erste Version des gefürchteten Internetwurms "Code Red" wird nach Experteneinschätzung am Montag keine großen Schaden im Datennetz anrichten. "Es werden noch 100 000 Rechner weltweit mit der ersten Variante verseucht sein", sagte der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer am Freitag der dpa.

dpa HAMBURG/KARLSRUHE. Er hofft, dass die eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen gegen "Code Red I"greifen. Mit dem Sabotageprogramm infizierte Rechner starten vom 20.bis einschließlich 27. eines Monats Datenangriffe auf Internetseiten der US-Regierung.

Viele Internet-Service-Provider und Administratoren hätten mittlerweile ihre Systeme geschützt, sagte Fischer. US-Behörden hätten darüber hinaus die betroffenen Internetseiten aus der Schusslinie genommen. Viel gefährlicher und schneller in der Verbreitung sei dagegen eine Variante des Wurms, unter dem Namen "Code Red I"I bekannt. Er attackiert nicht - wie das Original - die Web-Seite des Weißen Hauses, sondern installiert eine Hintertür in das System, durch das Hacker den Rechner kontrollieren können.

Dutzende von "Code Red"-Variationen

"Es existieren wahrscheinlich Dutzende von Variationen", schätzt Hans-Ulrich Bierhahn von TÜV Nord Security. Hacker könnten mittlerweile sehr schnell neue Versionen eines Schädlings erstellen. Die TÜV Nord Security sei im Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte August rund 700 000 Mal attackiert worden. "Die Angriffe gehen in Wellen", sagte Bierhahn. "Es bedarf nur einer Modifikation von ´Code Red´ und es geht wieder los."

Der Internetwurm nutzt eine Sicherheitslücke in der Web-Software "Internet Information Server" von Microsoft aus, die unter Windows NT oder 2000 läuft. Obwohl der US-Softwarekonzern ein Fehlerbereinigungsprogramm zur Verfügung stellte, blieben hunderttausende von Internet-Rechnern ungeschützt. Selbst Microsoft wurde Opfer des Schädlings.

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