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Weltweite Computerpanne bei Lufthansa - Verspätungen und Ausfälle

Eine weltweite Computerpanne bei der Lufthansa hat am Donnerstag viele Flüge ausfallen lassen und zu stundenlangen Verspätungen geführt. Bis zum frühen Nachmittag wurden 33 Flüge zu Zielen in Deutschland und Europa gestrichen, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Davon waren rund 3 000 Passagiere betroffen. Andere Flüge waren bis zu zwei Stunden verspätet, es kam zu teilweise chaotischen Verhältnissen. "Wir rechnen wegen der Verspätungswelle mit weiteren Flugausfällen", sagte Lufthansa- Sprecher Thomas Jachnow am Nachmittag. Der Flugverkehr sollte sich am Abend wieder normalisieren.

dpa-afx FRANKFURT. Eine weltweite Computerpanne bei der Lufthansa hat am Donnerstag viele Flüge ausfallen lassen und zu stundenlangen Verspätungen geführt. Bis zum frühen Nachmittag wurden 33 Flüge zu Zielen in Deutschland und Europa gestrichen, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Davon waren rund 3 000 Passagiere betroffen. Andere Flüge waren bis zu zwei Stunden verspätet, es kam zu teilweise chaotischen Verhältnissen. "Wir rechnen wegen der Verspätungswelle mit weiteren Flugausfällen", sagte Lufthansa - Sprecher Thomas Jachnow am Nachmittag. Der Flugverkehr sollte sich am Abend wieder normalisieren.

Am frühen Morgen (6.22 Uhr Mesz) war das Lufthansa-Computersystem "Unisys" für das Einchecken an allen Flughäfen weltweit ausgefallen, so dass die Bordkarten an den Schaltern per Hand ausgefüllt werden mussten. Nach ersten Erkenntnissen waren die Probleme in der Nacht aufgetaucht, als das Computerprogramm aktualisiert wurde. Dabei trat ein Fehler an der Elektronik auf, der das gesamte System lahm legte. Technikern gelang es am Mittag nach etwa sechs Stunden, den Fehler ohne einen kompletten Neustart des Systems zu lösen. Ein Neustart hätte noch vier bis fünf Stunden länger gedauert.

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt bildeten sich lange Schlangen an den Lufthansa-Schaltern. Allein in Frankfurt fielen bis zum Nachmittag 14 Starts und 14 Landungen aus. In München mussten 13 Flüge annulliert werden. Rund 90 Maschinen waren verspätet. Auch an anderen deutschen Flughäfen mussten die Passagiere viel Geduld aufbringen. Die Lufthansa entschuldigte sich bei ihren Kunden für die Unannehmlichkeiten. Während der Wartezeiten seien die Passagiere "bestmöglich betreut und mit Getränken und Snacks versorgt worden".

Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo war von dem Computerausfall betroffen, weil die Planung und die Erfassung der Ladung auf elektronischem Weg nicht möglich war. Im innereuropäischen Frachtverkehr verzichtete das Unternehmen deshalb weitgehend auf den Transport mit Passagiermaschinen und setzte stattdessen Lastwagen ein. Im Interkontinentalverkehr waren Luftfrachtsendungen an Bord von Passagierflugzeugen betroffen.

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