Weltwirtschaftsforum 2008
Kreditkrise und Energiebedarf Hauptthemen in Davos

Die amerikanische Kreditkrise und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie der steigende Energiebedarf stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF). Es ist das 36. Treffen der bedeutendsten Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik.

HB DAVOS. Zu den Gästen beim WEF gehören unter anderem US-Außenministerin Condoleezza Rice sowie der japanische Regierungschef Yasuo Fukuda, der derzeit der Gruppe der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russlands (G 8) vorsteht. Der afghanische Präsident Hamid Kazai wird zur Eröffnung des fünftägigen Treffens im Schweizer Wintersportort Davos mit über 2500 Teilnehmern am 23. Januar sprechen. Auch in diesem Jahr dürften die Wirtschaftsthemen in Davos klar die Gesprächsrunden beherrschen.

Nach Angaben von WEF-Gründer Klaus Schwab hat es in der Geschichte des Forums noch nie so viele Teilnehmeranfragen aus den Unternehmen gegeben. So werden neben 27 Staats- und Regierungschefs und über 110 Ministern, Gewerkschafts- und Religionsführern rund 900 Vorstandsvorsitzende oder Geschäftsführer aus aller Welt vertreten sein, 20 Prozent davon aus Entwicklungs- und Schwellenländern. "Die einzigartige Kombination der Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik gibt uns die Chance, die Probleme, denen sich die Welt gegenübersieht, systematisch anzugehen", sagte Schwab.

Der WEF-Chef wendet sich regelmäßig gegen die Kritik, es handele sich um ein Elitetreffen mit dem Hinweis, Davos bilde lediglich eine Plattform, auf der alle ihre Gedanken frei austauschen könnten. Die Nachfrage von Teilnehmern aus Nicht-Regierungsorganisationen sei größer denn je. Das diesjährige Motto "Die Kraft gemeinschaftlicher Innovationen" (The Power of collaborative innovation) zielt laut Schwab darauf ab, in den weltweiten Wettbewerbsgesellschaften auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zu verweisen.

In Davos geht es auch um die Zusammenhänge von Klimawandel, steigendem Energiebedarf und damit verbundener Nahrungsmittel- und Wasserknappheit. Am Rande des unter hohen Sicherheitsvorkehrungen geplanten Treffens sind bereits wieder Demonstrationen geplant. Sie richten sich unter anderen gegen die Auftritte des ehemaligen US- Außenministers Henry Kissinger und des früheren britischen Premierministers Tony Blair, die als "Kriegstreiber" bezeichnet werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%