„Wendepunkt“ der Karriere
Kiefer mit Überraschungssieg über Sampras

Nicolas Kiefer hat seinen Sturzflug im Profitennis eindrucksvoll beendet und sieht sich an einem "Wendepunkt" in seiner Karriere angekommen. Nach dem 6:3, 6:4-Sieg über Rasenspezialist Pete Sampras (USA) im Achtelfinale in Halle/Westfalen gab sich der 24 Jahre alte Holzmindener am Donnerstag kämpferisch.

dpa HALLE. "Der Erfolg hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich weiß jetzt wieder, was ich kann." Seit einem halben Jahr war Kiefer nicht über die zweite Runde eines Profiturniers hinausgekommen.

Bei der mit 736 000 Dollar dotierten ATP-Veranstaltung schaffte der Außenseiter den ersten Sieg über Sampras in seiner Karriere und verdarb dem Amerikaner in 1:07 Stunde die Vorbereitung auf Wimbledon. "Das ist ein so großes Gefühl, gegen den siebenmaligen Wimbledonsieger auf seinem Lieblingsbelag zu gewinnen", freute sich der Halle-Sieger von 1999. "Halle ist für mich ja eine Art Heimspiel", erzählte Kiefer.

Das Erfolgsrezept seien neben den heimatlichen Gefühlen aber vor allem sein Aufschlag und die guten Returns gewesen. Seit Wochen trainiere er verstärkt seinen Service. "Das hat nun endlich Früchte getragen", sagte Kiefer. Und Sampras lobte: "An seinen Aufschlägen bin ich verzweifelt. Ich bin immer noch auf der Suche nach meinem Spiel."

Beim Stand von 5:2 im zweiten Durchgang hatte Kiefer bereits zwei Matchbälle, die er vergab. Doch das war diesmal die einzige Schwächephase des Ostwestfalen. Zwei verlorene Spiele später behielt die Nummer 96 des Champions-Race die Nerven und marschierte als erster Deutscher in das Viertelfinale, in dem er am (morgigen) Freitag auf den zweiten im Turnier verbliebenen Deutschen, Alexander Popp, trifft. Der Mannheimer setzte sich am Donnerstag mit 6:4, 6:2 gegen den Österreicher Stefan Koubek durch.

Kiefer hatte bereits am Dienstag seinen seit zehn Turnieren andauernden Erstrundenfluch mit einem Erfolg über den Essener Lars Burgsmüller gebrochen. David Prinosil aus Amberg musste sich am Donnerstag in der Runde der besten Acht dem Schweizer Roger Federer klar mit 2:6, 4:6 geschlagen geben. Der Russe Michail Juschni setzte sich gegen Andrej Pavel (Rumänien) mit 6:4, 6:0 durch.

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