Wenig Bewegung in den Märkten
Europas Börsen mehrheitlich leichter

Die europäischen Börsen haben am Freitag mehrheitlich leichter tendiert. Händler führten das teilweise auf Aussagen von US-Notenbankchef Alan Greenspan von Donnerstagnacht zurück, wonach sich das Wirtschaftswachstum in den USA stärker abschwächen könnte, als bisher angenommen.

Reuters FRANKFURT. Insgesamt hätten sie die Märkte jedoch nicht sonderlich bewegt. "So oft, wie Greenspan etwas sagt, kann das in jede Richtung interpretiert werden", sagte ein Händler in London. Volkswirte hatten die Aussagen Greenspans auch als Hinweis für weitere Zinssenkungen in den USA interpretiert.

Zudem hieß es an den europäischen Märkten, nach dem Feiertag am Donnerstag und vor dem Wochenende sowie dem US-Feiertag am Montag seien die Aktivitäten eher gedämpft.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte gegen Mittag mit 0,27 % im Minus bei 4 331 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) 0,77 % nachgab auf 4 526 Zähler.

Gegen Mittag deuteten die wichtigsten US-Trendbarometer, der S&P 500-Future und der Nasdaq-Future mit jeweils zwei Punkten im Minus auf einen leichten Auftakt an der Wall Street.

Am Donnerstag hatten die New Yorker Aktienmärkte fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index ging 0,15 % im Plus bei 11 122 Zählern aus dem Handel. Die Nasdaq schloss mit einem Plus von 1,72 % bei 2 282 Punkten.

London - Leichter mit Verlusten bei Pharmawerten

Die Londoner Börse präsentierte sich leichter. Der FTSE-Index notierte 0,4 % tiefer bei 5 892 Punkten. Händlern zufolge wurden erste positive Reaktionen auf die Greenspan-Rede von Zweifeln über die weiter wirtschaftliche Abkühlung in den USA gedämpft. Vor allem Bank- und Pharmawerte gerieten unter Druck. AstraZeneca -Titel verloren 0,85 % auf 3 400 Pence, GlaxoSmithKline -Papiere büßten 1,47 % auf 1879 Pence ein.

Zürich - Gut behauptet mit Gewinnen bei Banken

Die Schweizer Börse präsentierte sich gut behauptet. Der SMI-Index notierte 0,15 % höher bei 7 715 Punkten. Händler sprachen von einem ruhigen und uneinheitlichen Geschäft. Die Investmentbank UBS verzeichnete nach anfänglichen Abschlägen doch wieder Gewinne. Die Titel notierten gegen Mittag mit 0,78 % im Plus bei 277,5 sfr. Auch die Titel der Bank Julius Bär konnten um 0,46 % auf 7 655 sfr zulegen. Unter den Versicherungen kletterte der Aktienkurs der Swiss Reinsurance um 1,45 % auf 3 510 sfr.

Paris - Schwächer mit Verlusten bei Alcatel

Die Pariser Börse präsentierte sich schwächer. Der Blue-Chip-Index CAC 40 notierte 0,78 % tiefer bei 5 610 Punkten. Vor allem der Telekomausrüster Alcatel geriet unter Druck. Aus Marktkreisen hatte es geheißen, ein Übernahmevertrag mit dem US-Technologieunternehmen Lucent könne bereits Anfang nächster Woche zu erwarten sein. Alcatel -Titel verloren 4,66 % auf 32,70 Euro. Der Aktienkurs von France Telecom gab um 0,42 % nach, Thomson Multimedia -Papiere verloren 0,96 % auf 51,60 Euro.

Mailand - Knapp behauptet mit Montedison im Minus

Die italienischen Aktienwerte tendierten knapp behauptet. Der Mib 30-Index notierte 0,17 % tiefer bei 40 150 Punkten. Italiens größter privater Energieversorger Montedison verzeichnete weitere Verluste, nachdem die italienische Regierung über eine neue Vorschrift die mögliche Machtübernahme der französischen EdF verhindert hat. Montedison -Titel verloren 2,03 % auf 2,89 Euro. Der Aktienkurs ihrer Tochter Edison gab 2,36 % auf 10,9 Euro nach. Experten zufolge sahen Investoren nach der neuen Regelung ihre Hoffnungen auf einen Preiskrieg um Montedison sinken.

Madrid - Schwächer mit Banken im Minus

Die Börse in Madrid präsentierte sich schwächer. Der Ibex 35-Index notierte 1,01 % im Minus bei 9 519 Punkten. Händlern zufolge bestimmten erneut Befürchtungen über die unklare wirtschaftliche Lage in Lateinamerika das Marktgeschehen. Am Donnerstagabend hatte die Weltbank mitgeteilt, das brasilianische Wirtschaftswachstum am unteren Ende der Erwartungen von 3,5 bis 4,5 % zu sehen. Vor allem die spanischen Banken gerieten am Freitagvormittag unter Druck. Banco Santander Central Hispano-Titel verloren 1,34 % auf 11,02 Euro. Die BBVA-Titel büßten 0,93 % auf 15,90 Euro ein.

Amsterdam - Leichter bei flauem Handel

Die niederländischen Aktienwerte tendierten zum Wochenende leichter. Der AEX-Index notierte 0,53 % tiefer bei 593 Punkten. Händler sprachen von einem flauen Handel, da die meisten Investoren den Donnerstag-Feiertag auf ein langes Wochenende ausdehnen würden. "Ich denke, wir haben wieder einmal einen langen Tag, an dem wir nur warten und auf die Futures schauen", sagte ein Händler. KPN Telecom-Titel verloren 2,12 % auf 12,92 Euro. Der Nahrungsmittelkonzern Unilever verzeichnete Kursabschläge von 0,78 % auf 63,95 Euro.



Wien - Schwächer mit Verlusten bei OMV

Die österreichischen Aktienwerte tendierten schwächer. Der ATX-Index notierte 1,11 % im Minus bei 1184 Punkten. Händlern zufolge waren vor allem Telekom Austria -Titel gefragt, die immer noch von den am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen profitierten. Der Kurs stieg um 3,96 % auf 6,83 Euro. Der Versorger OMV verzeichnete dagegen Abschläge, der Wert fiel um 2,72 % auf 107,75 Euro.

Brüssel - Unverändert bei ruhigem Handel

Die belgischen Aktienwerte notierten nahezu unverändert. Der Bel 20-Index notierte mit 0,01 % im Plus bei 2 821 Punkten. Der Brauereikonzern Interbrew gab Zuschläge von über fünf Prozent vom Vortag wieder ab. Die Titel fielen um 0,85 % auf 30,49 Euro. Bankwerte gerieten mehrheitlich unter Druck. Fortis -Aktien büßten 0,37 % auf 29,42 Euro ein, der Kurs von Dexia verlor 0,79 % auf 175,60 Euro.

Stockholm - Unverändert mit Telia im Plus

Die Stockholmer Börse präsentierte sich bis Freitagmittag nahezu unverändert. Der OMX-Index notierte 0,08 % im Minus bei 958 Zählern. Telia -Titel legten 1,67 % auf 61 skr zu. Händler führten das auf Medienberichte über Verhandlungen mit der amerikanischen SBC Communications zur Übernahme deren 41,6 %-Beteiligung an TeleDanmark zurück. SE Banken-Titel kletterten um 0,98 % auf 103 skr.

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