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Wenig Forscher am Neuen Markt

Unternehmen, die selbst nach Medikamenten forschen, sind am Neuen Markt rar. Nur sechs von zwanzig im Biotechnologie-Index des Neuen Marktes zusammengefasste Unternehmen zählen zu den so genannten Produkt-Unternehmen. Die Mehrzahl verkauft Technologien, wie beispielsweise Qiagen. Gegenüber ihren US-Konkurrenten, die nicht selten schon über zehn Jahre am Markt sind, können sich die deutschen Youngsters aber nur schwer behaupten. Viele sind oft noch nicht einmal zwölf Monate am Markt und schreiben rote Zahlen. Daher verwundert es nicht, dass die meisten Fondsmanager kaum Biotechnologie-Unternehmen am Neuen Markt kaufen. Christian Garbe, Biotech-Analyst bei der GZ-Bank, will nur für Rhein Biotech ein positives Anlageurteil herausgeben. Mit der Einstufung als "Outperformer" traut er der Aktie zu, dass sie sich besser entwickeln werde als der Markt. Ein Impfstoff gegen Hepatitis B sei derzeit die Haupteinnahmequelle von Rhein Biotech, sagt Garbe.

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Das Unternehmen existiert schon seit 1985 und arbeitet profitabel. Genmab und Morphosys hat er dagegen als "Underperformer" kategorisiert. Morphosys will therapeutisch wirksame Antikörper produzieren und muss auf diesem Gebiet mit US-Unternehmen wie Abgenix konkurrieren, die aber über wesentlich höhere Liquiditätsreserven verfügten, heißt es bei der Hypo-Vereinsbank. Zu ihren Favoriten zählt die Hypo-Vereinsbank Medigene (Outperform). Das Unternehmen habe einige aussichtsreiche Medikamente aus dem Bereich Kardiologie und Krebsheilung in den klinischen Testphasen. Allerdings befinden sich die Produkte noch in recht frühen Forschungsphasen. Bis zur Marktzulassung ist es damit noch ein weiter Weg.

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