Wenig Hoffnung auf Rückgang der Arbeitslosigkeit
Jagoda sieht keine Trendwende auf ostdeutschem Arbeitsmarkt

ddp BERLIN. Der Präsident der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, sieht nur wenig Hoffnung für einen schnellen Rückgang der hohen Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern. Selbst wenn eine Trendwende komme, "wird es noch etliche Jahre dauern, bis die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt in Ost und West annähernd gleich sind", sagte Jagoda dem in Berlin erscheinenden Wirtschaftsmagazin "Wirtschaft&Markt" (Novemberausgabe). Er bedauerte, dass die hohe Zahl der Beschäftigungslosen alles in den Hintergrund rücken lasse, was die Menschen in Ostdeutschland in den vergangenen Jahren geschaffen hätten. So sei es seit 1990 gelungen, die Produktivität zu verdreifachen und den Export sogar zu vervierfachen.

Als Ursachen für die doppelt so hohe Arbeitslosenrate wie im Westen sieht Jagoda die anhaltende Baukrise sowie den Personalabbau im Öffentlichen Dienst an. Zugleich nannte er die hohe Frauenerwerbsquote, die zwölf Prozentpunkte über der im Altbundesgebiet liege. Der Chef der Bundesanstalt empfahl, schnell einen Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft zu vollziehen, denn dort entstünden die neuen Arbeitsplätze.

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