Wenig Hoffnung auf Überlebende
Elf Tote bei Helikopter-Absturz befürchtet

Kurz nach dem Unglück rund 40 Kilometer nordöstlich von Great Yarmouth im Südosten Englands wurden nach Angaben der britischen Küstenwache fünf Leichen gefunden. Für die sechs Vermissten hatten die Retter kaum noch Hoffnung.

HB LONDON. Beim Absturz eines Hubschraubers über einem Ölfeld in der Nordsee sind am Dienstagabend vermutlich elf Menschen ums Leben gekommen. Die Ursache des Unglücks war nach Angaben vom Mittwoch zunächst völlig unklar. Der Pilot des Hubschraubers vom Typ Sikorsky S76 hat nach Ansicht von Rettern möglicherweise nach einem Motorschaden eine Notlandung auf der Bohrinsel Santa Fe Monarch der Firma Shell versucht. Der Helikopter stürzte nur wenige Hundert Meter entfernt von der Bohrinsel ins Wasser, von der er zuvor gestartet war. An Bord befanden sich elf Menschen - zwei Besatzungsmitglieder und neun Angestellte von Bohrfirmen.

Die Suche nach den sechs Vermissten wurde am Mittwoch mit geringerem Aufwand fortgesetzt. "Wir müssen jetzt realistisch darüber sein, was wir noch finden werden", sagte ein Sprecher der britischen Luftwaffe, die ihren Rettungshubschrauber in der Nacht zeitweilig abgezogen hatte. "Wir haben keine Ahnung, was passiert ist. Wir können derzeit nur sagen, dass das ein furchtbarer Unfall ist", sagte ein Sprecher der Firma Shell UK Exploration and Production (Shell Expro), die die Bohrinsel betreibt. Zur Zeit des Absturzes war das Wetter gut, andere Flugzeuge waren nicht in der Nähe. 1992 waren elf Menschen ums Leben gekommen, als ein Hubschrauber sie während eines Routinefluges von der Shell-Bohrinsel Cormorant Alpha auf ein nur 200 Meter entferntes Wohnschiff bringen sollte. 1990 starben sechs Menschen, als ein Hubschrauber mit der Bohrinsel "Brent Spar" kollidierte.

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