Wenig Inlandsabsatz
Weinig wendet sich von der Börse ab

Nach zweijährigem Streit findet der Maschinenbauer seine verbliebenen Kleinaktionäre nun ab. Der Rückzug von der Börse war schon länger geplant.

HB/dpa TAUBERBISCHOFSHEIM. Nach zweijährigem Streit wurde auf der Hauptversammlung (HV) nun das Abfindungsangebot für die verbliebenen Kleinaktionäre in Höhe von 33,50 Euro je Stückaktie angenommen, teilte die Michael Weinig AG am Freitag in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis/Baden-Württemberg) mit.

Mit 158,3 Millionen Euro Umsatz und einem Vorsteuergewinn von 12,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2002 konnten die Vorjahreswerte in etwa gehalten werden. Dabei gab es mit minus 40 Prozent einen dramatischen Umsatzeinbruch im Inland, den der Spezialist für Holzbearbeitungsmaschinen durch seinen Export ausgleichen konnte.

Die Muttergesellschaft Weinig International AG, hinter der angeblich kuwaitische Investoren stehen, hatte 1999 begonnen, Aktien der Michael Weinig AG aufzukaufen, weil sich der Börsenkurs nicht wie erwartet entwickelt hatte. Die im Jahr 2000 vorgesehene Eingliederung scheiterte, weil das Gericht einen entsprechenden HV-Beschluss rückgängig machte. Auf der diesjährigen Hauptversammlung am 30. August nutzte der Hauptaktionäre die nun mögliche Squeeze-out-Regel, womit Minderheitsaktionäre auch gegen ihren Willen aus dem Unternehmen gedrängt werden können, wenn der Hauptaktionär mindestens 95 Prozent der Stimmen hält.

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