Wenig Interesse an dänischer UMTS-Lizenz
T-Mobile-Konsortium plant Milliardeninvestitionen in schwedischen UMTS-Ausbau

afp STOCKHOLM. Die Telekom-Tochter T International-Mobile AG, die bereits UMTS- Lizenzen in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden besitzt, wird sich vermutlich nicht um eine UMTS-Lizenz in Dänemark bemühen. T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke deutete gegenüber dem Handelsblatt an, dass das Interesse seines Unternehmens an einer Teilnahme am dänischen Auktionsverfahren 'gering" sei. Das kleine Land will im Herbst 2001 fünf UMTS-Lizenzen versteigern. 'Wir sind sehr unsicher, ob wir uns da beteiligen", sagte er. T- Mobile will in den kommenden Wochen auch eine Entscheidung über ein UMTS-Engagement in Belgien und Portugal treffen.

Die Telekom-Tochter strebt dagegen eine UMTS-Lizenz in Schweden an. Zusammen mit ihren Konsortialpartnern Utfors und ABB will T Mobile - 'bis zu 20 Milliarden Kronen" (2,4 Mrd. Euro) in den Ausbau eines UMTS-Netzes in Schweden investieren. Das erklärte Ricke am Montag in Stockholm. Die drei Unternehmen, die sich unter dem Namen Mobility4Sweden um eine der vier zu vergebenden schwedischen UMS-Lizenzen im Wettbewerb mit neun weiteren Konsortien bemühen, wollen innerhalb der kommenden drei Jahre eine Netzabdeckung von 99,9 % erreichen. 'Für eine 100prozentige Abdeckung müssten wir noch einmal sechs bis acht Milliarden drauflegen", erklärte ABB-Chef Göran Lindahl dem Handelsblatt.

Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson wird die Infrastruktur für das Konsortium liefern. Die ersten UMTS-Netze sollen am 1. Januar 2002 in Betrieb genommen werden. 'Ericsson hat uns die Lieferung von Handys zu diesem Zeitpunkt zugesagt", erklärte Lindahl. Damit würde Schweden eines der weltweit ersten Länder mit einem UMTS-Netz sein.

T-Mobile-Chef Ricke hält den schwedischen Beauty Contest für 'sehr gerecht" und geht davon aus, dass die schwedische Regulierungsbehörde Ende November eine auf Fakten basierte Entscheidung treffen werde. Er äußerte sich zuversichtlich, dass Mobility4Sweden, an dem T-Mobile 45, Utfors 29 und ABB 26 % hält, eine der begehrten Lizenzen bekomme. Über eine mittelfristigeVeränderung der Anteilsverhältnisse an Mobility4Sweden wollte er nicht spekulieren.

Er räumte jedoch ein, dass der geheime Konsortialvertrag eine Aufstockung des T-Mobile-Anteils erlaubt, wenn bestimmte Voraussetzungen eintreffen. Derzeit gäbe es keine Pläne, etwas zu verändern, betonte Ricke. 'Wir fühlen uns mit 45 Prozent wohl", erklärte er.

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