Wenig Interesse in Tschechien
Italiener wählen EU-Parlament

In Italien haben die Wahllokale für die Europawahl geöffnet. Die Abstimmung gilt als ein Test über die Irak-Politik der Regierung. In Lettland, Malta und Tschechien laufen die Wahlen noch.

HB BERLIN. In Italien hat die Wahl zum Europaparlament begonnen. Die Abstimmung gilt als Test für die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der im Land für seine Irak-Politik scharf kritisiert wurde. Gleichzeitig mit den Europawahlen finden Kommunalwahlen statt. Die Abstimmung erstreckt sich über zwei Tage. Letten und Malteser geben bereits seit Samstagmorgen ihre Stimmen für die Europaparlamentarier ab. Für sie ist die Europawahl eine Premiere, da sie der Europäischen Union erst im Mai beitraten.

Um die neun lettischen Mandate im Europaparlament bewarben sich 245 Kandidaten, darunter zahlreiche Mitglieder des nationalen Parlaments sowie einige Minister. Laut Meinungsumfragen haben die Kandidaten der Opposition gute Chancen bei der Wahl voraus. Unter ihnen ist auch die umstritten Kommunistin Tatjana Zdanoka. Sie wirbt mit dem Wahlversprechen, Russisch die Anerkennung als Minderheitensprache in der EU zu verschaffen. Das dürfte ihr Stimmen der großen russischen Minderheit in Lettland auf sich ziehen.

Bei vielen ethnischen Letten empörten sich über die Kandidatur Zdanokas. Die 54-Jährige hatte sich 1991 gegen die Unabhängigkeit Lettlands von der Sowjetunion ausgesprochen. Deshalb wurde ihr 1994 der Zugang zu öffentlichen Ämtern in dem baltischen Staat versperrt.

In Tschechien wurde die am Freitag begonnene Europawahl am Samstag fortgesetzt. Nach Angaben der Wahlkommission ist das Interesse gering.

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