Wenig Mehrwert
E-Commerce mit Kunstwerken steckt noch in den Kinderschuhen

Galeristen müssen den Umgang mit dem neuen Medium erst noch lernen, mein ein Kunstexperte.

ddp KÖLN. Nach Ansicht von Kunstexperte Bernd Fesel steckt der Kunstmarkt im Internet noch in den Kinderschuhen. Erfahrungen zeigten, dass Kunst über dieses neue Medium nur bis zu einem Grenzwert von 5.000 Mark und nur bei etablierten Anbietern oder Künstlern gekauft werde, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Galeristen (BVDG) in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Es fehlten noch die richtigen Voraussetzungen für E-Commerce mit Kunstwerken, erklärte Fesel in Köln. Zunächst einmal müssten sich Galeristen im Umgang mit dem Medium Internet ausreichend qualifizieren, forderte Fesel. So könnten sie ihre Präsenz im Internet ausweiten. Mit gezielter Information müssten sie Kunstinteressierte dann zu einer Kontaktaufnahme sowie zum Kauf motivieren. Erst mit der Registrierung von Hunderttausenden von Besuchern auf der Internetseite eines Galerienportals seien die Voraussetzungen für E-Commerce geschaffen, betonte der BVDG-Geschäftsführer. Sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer muss die Nutzung des Internets nach den Worten Fesels einen «realen Mehrwert» gegenüber allen Printmedien bringen. Einen maßgeschneiderten Service per Internet stellt er sich so vor: In einer speziellen Datenbank hinterlassen potenzielle Käufer ihr Profil, das an alle Galerien weitergeleitet wird. So entsteht ein Kontakt zwischen Galerist und Kunden. Das Internet sei aber bei weitem «nicht nur ein Segen», warnte Fesel. Die emotionale Seite gehe über das Internet verloren, denn wer den Kunstkauf als Hobby betreibe, wünsche sich eine persönliche Beziehung zum Kunstwerk. Häufig erfolge der Kauf erst nach mehrmaligem Betrachten des Originals und werde auf traditionellem Zahlungsweg abgewickelt, unterstrich der Kunst-Experte.

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