Wenig Spielraum für Preiserhöhungen
Digitalisierung soll Unterhaltungselektronik Auftrieb geben

Die Privathaushalte in Deutschland werden in diesem Jahr für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik erneut mehr Geld ausgeben. Der prognostizierte Rückgang der Konjunktur solll auf die Branche keinen Einfluss haben. Große Hoffnung setzt die Branche in die Digitalisierung. Neben dem DVD-Player, der sich schneller durchgesetzt hat als CD oder Videorekorder, sollen Plasmaschirme und die Digitalisierung von Klang und Bild das TV zum Home Cinema aufwerten.

dpa BERLIN. "Wir gehen davon aus, dass nach einem sehr guten Vorjahr der Umsatz um rund 10 % auf etwa 43,5 Mrd. DM (21,9 Mrd Euro) steigen wird", sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), der dpa in Berlin. Anfang des Jahres war der Verband noch von einem Plus von sechs Prozent ausgegangen.

Nach einem verhaltenen Jahresbeginn werde die Nachfrage zur Jahresmitte anziehen, lautet die Prognose. Sie erhalte durch die Internationale Funkausstellung (IFA) vom 28. August bis 2. September 2001 in Berlin einen weiteren Schub. Der Handel orderte in den vergangenen Jahren auf den IFAs für rund vier Mrd. DM. Der Branchen-Optimismus wird vor allem durch die Digitaltechnologie mit vielfältigen Geräten getragen.

"Den Konsumenten wird auf der IFA gezeigt, dass die neuen umfangreichen Angebote konkreten zusätzlichen Nutzen verschaffen", sagte Hecker. Schlagwort der IFA ist die Digitalisierung. So soll das digitale Fernsehen einen großen Schritt nach vorn machen. In Berlin wird die terristischen Übertragung der Programme, die bisher nur über Kabel oder Satellit zu empfangen waren, Premiere haben, heißt es.

Höhere Preise lassen sich nicht durchsetzen

"Wegen des harten Wettbewerbs gibt es kaum Möglichkeiten für Preiserhöhungen", sagte Hecker. Es sei zu hoffen, dass es für die etwas teureren innovativen Geräte nicht schnell einen Preisverfall geben wird. Liebling der Branche ist der DVD-Spieler (Digital- Versatile-Disk) für Musik und Film. DVD hat sich schneller durchgesetzt als CD- und Videorecorder, von denen nach fünf Jahren eine Mill. Geräte abgesetzt worden waren. DVD hat das bereits nach vier Jahren geschafft. Große Hoffnungen setzt die Branche auch auf MP3-Recorder und digitale Camcorder.

Bei TV-Geräten soll es neben Breitbild- und LCD ein großes Angebot an Plasma-Flachschirmen und Projektionsapparaten geben. Durch DVD, digitale Camcorder, Fotonutzung sowie Dolby-Surround wird der Fernseher zunehmend zum Home-Cinema. Die Anbieter von sehr teuren High-End-HiFi-Geräten, die früher nur auf den Sound abstellten, sähen darin einen neuen Markt, sagte Hecker.

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