Wenige Unternehmensnachrichten
Richtungsloser Handel am Neuen Markt

Die Wachstumswerte im Nemax 50 haben die Verlustzone am Montagmittag hinter sich gelassen und sich auf ein minimales Plus gerettet. Allerdings scheint der Handel nach wie vor richtungslos zu sein; Unternehmensnachrichten gibt es nur wenige.

dpa/afx FRANKFURT. Der Index für die 50 größten Titel des Frankfurter Neuen Marktes legte um 0,12 % auf 1 687,34 Zähler zu; während der All Share mit minus 0,05 % auf 1 800,17 Punkte um seinen Schlusskurs vom Freitag pendelte.

Nach wie vor sind Comroad Tagessieger im Nemax 50. Nach den tagelangen Verlusten der vergangenen Tage legte die Aktie des Herstellers von Telematik-Systemen um 17,13 % auf 12,65 Euro zu. Zuvor hatte Comroad in einer Pflichtmitteilung bekannt gegeben, dass das Unternehmen seine Beteiligung an der US-amerikanischen Infomove von 12 % auf mehr als 25 % aufgestockt habe. Dadurch soll die Position im US-Markt gestärkt werden, der laut einer Studie der UBS Warburg bis 2010 auf ein Volumen von 21,7 Mrd. USD anschwellen soll.

Zweiter großer Gewinner im Nemax 50 waren Senator Entertainment , die um 13,39 % auf 6,35 Euro zulegten. Verluste im zweistelligen Prozentbereich mussten die Anteilsscheine des Software-Unternehmens Heyde hinnehmen.

Um 2,94 % auf 29,81 Euro stiegen die Anteilsscheine der D.Logistics AG , die am Vormittag schon bis auf 30,50 Euro zugelegt hatten. Das Unternehmen hatte am Morgen mitgeteilt, dass es die Cargo Service Center (CSC), eine Tochter der KLM Royal Dutch Airlines , rückwirkend zum 1. Januar 2001 übernehmen werde. Die Finanzierung der Akquisition erfolge über die Veräußerung von Immobilienvermögen der CSC. Außerdem sei ein Avalkredit aufgenommen worden, für den rund 3 Mill. Stück Aktien des Hauptaktionärs D.W. Hübner als Sicherheit dienten.

NSE Software hat mit Robert Trögele einen neuen Vorstandsvorsitzenden gefunden. Trögele soll den angeschlagenen Münchner Finanzdienstleister gemeinsam mit den Vorständen Manfred Schmaderer und Petr Vaclavek leiten. Das brachte wieder Phantasie in den Titel, der um 41,58 % auf 1,43 Euro stieg.

Der Call-by-Call-Anbieter Teldafax ist seit vergangenem Freitag wieder erreichbar: Per Gerichtsbeschluss war die Deutsche Telekom gezwungen worden, die Leitungen wieder freizuschalten. Der amerikanische Großaktionär der Teldafax, World Access erklärte inzwischen, er habe bei einem US-Bundesgericht Klage gegen die Telekom wegen Geschäftsschädigung eingereicht. Teldafax sanken indes um 9,41 % auf 0,77 Euro.

Weniger gut verlief der Handel bislang auch für die Refugium Holding AG , die um 19,43 % auf 1,41 Euro abrutschten. Am Vormittag war die Aktie bis auf 1,15 Euro eingebrochen. Der Seniorenheimbetreiber steht nach Ansicht seines Vorstandschefs Klaus Küthe innerhalb von zwei Monaten vor dem Aus. Wenn keine neue Geldquelle erschlossen werde, reichten die Mittel nur noch für acht Wochen, sagte Küthe laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".

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