Weniger Anträge auf Arbeitslose
Wall Street startet mit Schwung

Die Wall Street hat am Donnerstag nach der viertelprozentigen Leitzinssenkung und besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten am Donnerstag fest eröffnet.

NEW YORK. Der Dow-Jones-Index stieg in der ersten halben Stunde des Handels um 117 Punkte oder 1,2 Prozent auf 10 552 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Index legte um 47,50 Zähler oder 2 Prozent auf 2 121 Punkte zu.

Die amerikanische Notenbank hatte am Mittwoch die Tagesgeldzinsen von vier auf 3,75 Prozent und den Diskontsatz um ein viertel Prozent auf 3,25 Prozent reduziert, um die angeschlagene US-Wirtschaft anzukurbeln und eine Rezession zu vermeiden. Es war der sechste Abschlag seit Jahresbeginn.

Die Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in der letzten Berichtswoche in den amerikanischen Landesarbeitsämtern um 16 000 auf 388 888 gefallen. Es war der dritte Rückgang in Folge. Dies ließ die Hoffnung auf eine gewisse Entspannung am Arbeitsmarkt aufkommen. Es hatte in den letzten Wochen und Monaten Massenentlassungen bei vielen amerikanischen Technologie-, Industrie- und Wall Street-Firmen gegeben.

Nach einer Verschnaufpause von einigen Tagen mit geringem Handelsvolumen, kehrten die Anleger bereits vorbörslich wieder in den Markt zurück. Am Morgen können vor allem Technologiewerte im vorbörslichen Handel an Wert zulegen. Neben Ciena notieren auch I2 Technologies und Broadvision im Plus.

Zu den am meisten gehandelten Aktien gehörte am Morgen die Aktie von Honeywell. General Electric soll der Europäischen Wettbewerbsbehörde weitere Zugeständnisse gemacht haben, um von ihr die Übernahmeerlaubnis für dem Mischkonzern zu erhalten. Vielleicht ist der 42 Milliarden Dollar-Deal somit noch nicht verloren. Während die Aktie von Honeywell von der Nachricht im vorbörslichen Handel über zwölf Prozent zulegt, sind die Anleger von General Electric von den Neuigkeiten weniger begeistert.

Nachdem bereits gestern Xilinx mit einer Gewinnwarnung für Unruhe auf dem Chipsektor sorgte, legt Altera heute mit Umstrukturierungsmaßnahmen nach. Der zweitgrößte Hersteller von programmierbaren Chips hat angekündigt, rund 150 Arbeitsplätze und damit fast sieben Prozent der Stellen abbauen zu wollen. Die Umstrukturierungsmaßnahmen scheinen die Anleger trotz Kosten von 105 Millionen Dollar jedoch nicht zu beunruhigen. Denn Altera werde die Gewinnerwartungen für das laufende Quartal einhalten können, bestätigte das Management. Das Brokerhaus UBS Warburg empfiehlt Altera weiterhin zum Kauf. Das Kursziel steht bei 45 Dollar pro Aktie. Sowohl Altera als auch Xilinx notieren im Plus.

Mit einer Gewinnwarnung meldet sich auch Macromedia zu Wort. Der Hersteller von Produkten zur Gestaltung von Web-Seiten wird im ersten Quartal einen Verlust zwischen 15 bis 20 Cents pro Aktie ausweisen. Analysten waren bisher von einem Gewinn in Höhe von 13 Cents pro Aktie ausgegangen. Als Begründung nannte das Unternehmen die schwache Wirtschaftslage. Die Aktie ist im vorbörslichen Handel zur Stunde der größte Verlierer.

Ebenfalls zu den Verlierern gehört am Morgen das Papier von Fedex . Der Express-Kurierdienst trübt die Stimmung mit mäßigen Prognosen für das laufende Quartal. Das Geschäftsergebnis werde unter den Niveau des Vorjahres liegen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, zunächst keine neuen Mitarbeiter einzustellen und Kosten zu senken. Fedex veröffentlichte am Morgen die Geschäftszahlen für das vergangene Quartal. Das Unternehmen konnte die erheblich reduzierten Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 64 Cents um zwölf Cents schlagen.

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