Weniger Gewinn als im Vorjahr
UBS sieht Silberstreifen am Horizont

Der Schweizer Bankkonzern sieht Silberstreifen am Horizont und ein mögliches Ende des "Bärenmarktes". Im Zwischenbericht für das erste Quartal 2003 erklärte die Bank am Dienstag, möglicherweise habe die Finanzindustrie das Schlimmste hinter sich.

Reuters ZÜRICH. UBS, die sechstgrösste Bank der Welt, erzielte im ersten Quartal 2003 einem Gewinn von 1214 Mill. sfr. Das waren etwa 200 Mill. sfr mehr als von Analysten erwartet. Der Gewinn blieb aber unter den 1363 Mill. im ersten Quartal des Vorjahres. Im vierten Quartal 2002 war UBS nach Sonderabschreibungen auf einen Verlust von 101 Mill. sfr gekommen.

UBS legte eine vergleichsweise gute Prognose und eine von vorsichtigem Optimismus geprägte Einschätzung für den Rest des Jahres vor. Die Bank erklärte, dass die schlimmsten Ertragseinbrüche "möglicherweise hinter uns liegen" und der Druck auf die Finanzindustrie langsam nachzulassen beginne. Das Umfeld sei zwar schwierig und dürfte so bleiben, ergänzte Konzernleitungspräsident Peter Wuffli am Morgen in einer Telefonkonferenz. Aber - "Es riecht nach einem Ende des Bärenmarktes," sagte Wuffli mit Blick auf die Finanzmärkte weiter.

Die verwalteten Vermögen betrugen im Berichtsquartal 1994 Mrd. sfr, wie UBS weiter mitteilte. Gegenüber den 2037 Mrd. sfr, die UBS Ende 2002 in ihren Büchern hatte, ergab sich ein Rückgang von zwei Prozent. Der Zufluss an Nettoneugeld in den Wealth Management Einheiten betrug 11,1 Mrd. und im ganzen Konzern lagen sie bei 17,1 Mrd. sfr im Vergleich zu 11,8 Mrd. sfr ein Jahr zuvor und 9,0 Mrd. sfr im vierten Quartal 2002. UBS ist der grösste Vermögensverwalter der Welt.

Damit konnte sich UBS bei den Vermögen besser schlagen als die Konkurrentin CS Group , die im Berichtsquartel einen Netto-Neugeldabluss von 3,5 Mrd. sfr zu verzeichnen hatte.

Das Geschäft des ersten Quartals war den weiteren UBS-Angaben zufolge geprägt von schlechten Bedingungen im Aktienhandel und schwache Aktienmärkte, die sich wiederum auf die vermögensabhängigen Erträge auswirkten. Negativ schlug auch der starke Franken zu Buche. Der Bereich Private Equity, lange ein Klotz am Bein, konnte mit rückläufigen Wertberichtigungen aufwarten, die sich auf 123 Mill. sfr reduzierten von 383 Mill. sfr im Vorjahr. Insgesamt sank der Verlust bei UBS Capital auf 90 Mill. sfr von 462 Mill. sfr ein Jahr zuvor. Der Handel mit festverzinslichen Instrumenten habe starke Erträge verzeichnet und habe von tiefen Zinssätzen und einer steilen Zinskurse profitieren können, hiess es weiter. Die Kosten erreichten den tiefsten Stand seit der Fusion mit Paine Webber. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken machten 104 Mill. sfr aus nach 85 Mill. im ersten Quartal 2002. Im Quartal davor hatte die UBS dort noch netto elf Mill. sfr Risikorückstellungen aufgelöst.

Die Eigenkapitalrendite der UBS verbesserte sich auf 13,2 Prozent von 8,9 Prozent Ende 2002. Das Tier-1-Kapital erreichte 11,5 (11,3) Prozent. Das Jahr 2002 hatte UBS mit einem Gewinn von 3535 Mill. sfr abgeschlossen.

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