Weniger Gewinn
Kodak leidet unter Konsumflaute

Die geringere Kamera- und Filmnachfrage im Zuge der Reisezurückhaltung der Verbraucher hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis des US-Foto-Konzerns Eastman Kodak belastet. Die Zahlen lagen aber etwa im Rahmen der Erwartungen von Analysten und entsprachen zudem den jüngst erhöhten Prognosen des Konzerns.

Reuters ROCHESTER. Ohne Einmalbelastungen fiel der Gewinn je Aktie auf 0,85 Dollar von 1,12 Dollar im Vorjahreszeitraum, wie das in Rochester im Bundesstaat New York ansässige Unternehmen mitteilte. Analysten hatten einer Umfrage von Thomson First Call zufolge im Schnitt einen Gewinn von 0,83 Dollar je Anteilsschein erwartet. Im Zuge aggressiver Kostensenkungen sei der Nettogewinn im abgelaufenen Vierteljahr allerdings auf 284 Millionen Dollar oder 0,97 Dollar je Aktie von 36 Millionen Dollar ein Jahr zuvor gestiegen, hieß es. Das Vorjahresergebnis wurde durch Sonderbelastungen von 289 Millionen Dollar belastet.

Der Konzernumsatz fiel im zweiten Quartal auf 3,34 (Vorjahr 3,59) Milliarden Dollar. Im größten Geschäftszweig Fotografie sanken die Erlöse um neun Prozent auf 2,38 Milliarden Dollar. Analysten begründeten den Rückgang unter anderem mit der geringeren Reiselust der US-Bürger im Zuge der Konjunkturschwäche. Vor der Sommerreisesaison werden üblicherweise überdurchschnittlich viele Fotoapparate und Filme verkauft. Auch der Vormarsch der Digital-Kameras habe das Filmgeschäft belastet, sagten Experten.

Erst vor zwei Wochen hatte der weltgrößte Hersteller von Filmen für Fotokameras seine Gewinnprognose wegen schneller als geplant einsetzender Kostenersparnisse für das zweite Quartal auf 0,85 Dollar je Aktie angehoben. Die Gewinnerwartung für das zweite Halbjahr behielt Kodak allerdings unverändert mit 1,35 bis 1,75 Dollar je Aktie unverändert bei.

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