Weniger Güterverkehr - sinkender Benzinverbrauch
Esso-Tankstellen machen Gewinn

Exxon-Mobil hat die Esso-Tankstellen im ersten Halbjahr 2002 aus den roten Zahlen geführt. Dennoch sei das Tankstellengeschäft, das 2001 Verluste machte, noch nicht befriedigend, hieß es.

dpa HAMBURG. Im 1. Halbjahr setzte Esso ein Prozent weniger Benzin ab als im Vorjahr, der Dieselkraftstoff nahm mit ebenfalls einem Prozent "nur marginal" zu. Darin spiegelt sich nach den Worten von Siemer die schwache Konjunktur mit einem eingeschränkten Güterverkehr per Lkw wieder.

Auch der Absatzrückgang beim schwerem Heizöl von rund 5 % sei Ausdruck der Konjunkturflaute in der Industrie. Beim leichten Heizöl mit einem Absatzrückgang von 13 % zeige sich die geringere Bevorratung der Haushalte, sagte Jobst Siemer, Vorstandsvorsitzender der Exxon-Mobil Central Europe Holding GmbH. "Im Mineralölgeschäft haben wir im 1. Halbjahr nicht viel Freude gehabt."

Esso verkaufte 2001 mit 2,8 Mill. Tonnen 5,1 % weniger Ottokraftstoff als im Vorjahr. Der Dieselabsatz ging um 3,2 % auf knapp 3 Mill. Tonnen zurück. Leichtes Heizöl legte um 8,9 % auf 2,7 Mill. Tonnen zu. Der Erdgasabsatz war im 1. Halbjahr witterungsbedingt um 3 % rückläufig, nachdem er in 2001 um 6,1 % auf 15,7 Mrd. Kubikmeter gestiegen war.

Der Holding-Umsatz blieb 2001 mit 12,6 Mrd. ? stabil. Der Gewinn lag wegen Sondereffekten bei 995 Mill. ? nach 1,76 Mrd. ? im Vorjahr. Operativ wurde ein Ergebnis von unverändert 750 Mill. ? erzielt, wozu die Förderung und dabei vor allem das Erdgas den Löwenanteil beiträgt. Exxon-Mobil produziert europaweit rund 50 Mrd. Kubikmeter Erdgas und sichert rund ein Fünftel der deutschen Erdgasversorgung. Der inländische Bedarf soll bis 2020 um rund 30 Mrd. Kubikmeter auf 130 Mrd. steigen.

Die Zahl der Esso-Tankstellen ging 2001 um 18 auf 1367 Stationen zurück. "Wir haben ein effizientes, wettbewerbsfähiges Netz", sagte Siemer. Er stellte klar, dass das Unternehmen aus kartellrechtlichen Bedingungen keine Stationen aus den Paketen übernehmen dürfe, die die zusammengegangenen Wettbewerber Shell/Dea und BP/Aral wegen ihrer starken Marktstellung abgeben müssen.

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