Weniger Lärm in Süddeutschland
Verkehrsminister einigen sich über Fluglärm

Die Schweiz wird vom 30. Oktober an mehr Südanflüge auf dem Flughafen Zürich sicherstellen, erklärten die Verkehrsminister der beiden Länder am Donnerstag in Bonn.

HB/dpa BONN. Die Verkehrsminister Deutschlands und der Schweiz, Manfred Stolpe (SPD) und Moritz Leuenberger, haben sich im Streit um den Fluglärm im süddeutschen Raum auf eine Übergangslösung verständigt. Die Bundesregierung wird die für den 10. Juli geplante Verschärfung von Auflagen bis zu diesem Zeitpunkt aussetzen.

Die Lärmbelästigung für Bewohner in Baden-Württemberg werde sich durch die neue Regelung mit mehr Flügen vom Süden her nach Zürich verbessern, sagte Stolpe. "Ich gehe davon aus, dass auch Baden- Württemberg diese Regelung mittragen wird."

Leuenberger sprach von einer "provisorischen Lösung". Bei der Lärmverteilung gebe es weiter noch keine definitive Regelung. Hier wirke sich auch negativ aus, dass sich die Nachbarregionen "mit Misstrauen" begegneten, sagte Leuenberger der dpa. "Das Schlechteste konnte abgewendet werden, aber weitere Arbeit liegt vor uns."

Die Bundesregierung hält an ihren am 17. April einseitig verhängten Beschränkungen für die Nordanflüge nach Zürich über südwestdeutsches Gebiet fest, wie Stolpe erläuterte. Berlin hatte diesen Schritt unternommen, nachdem der vereinbarte Fluglärm- Staatsvertrag in der Schweiz abgelehnt worden war.

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