Weniger liquide Mittel
Aktionäre lehnen CyBio-Kapitalerhöhung ab

CyBio reagiert mit einem Sparprogramm auf den Einbruch bei Umsatz und Ertrag. Im laufenden Geschäftsjahr sollen fast drei Millionen Euro bei Personal- und Sachkosten eingespart werden, sagte die Vorstandsvorsitzende Sonja Strauß am Freitag bei der Hauptversammlung in Jena.

dpa JENA. Eine Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro wurde von den Aktionären abgelehnt. Auch ein Aktienrückkaufprogramm sowie ein Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Mitarbeiter fielen bei der Hauptversammlung in Jena durch.

Weitgehend abgeschlossen wurde nach Angaben von Strauß im ersten Quartal der Konzernumbau, der ein Viertel der rund 170 Arbeitsplätze kostete. Sie bekräftigte, dass CyBio 2002 ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen soll. "Wir haben aus den Erfahrungen des Jahres 2001 gelernt", sagte die frühere Bankmanagerin, die das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr leitet.

Angepeilt werde ein Umsatzanstieg auf 18 Millionen Euro nach rund 14,4 Millionen Euro im Vorjahr. Für 2001 wies CyBio einen operativen Verlust von 16,5 Millionen Euro aus.

Die Aktie des am Neuen Markt notierten Unternehmens war im vergangenen Jahr von mehr als 100 Euro auf derzeit rund drei Euro abgestürzt.

Die bisherigen Vorstände, die noch Aktien halten, haben das Unternehmen verlassen. Ihnen wurde vorgeworfen, zu spät auf den Rückgang der Umsätze mit einer Verringerung der Kosten reagiert zu haben.

Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen derzeit noch über liquide Mittel von rund sechs Millionen Euro. Das sind etwa 3,8 Millionen Euro weniger als Ende 2001. Als Grund wurde die letzte Rate für den Erwerb der Firma Combitech in Großbritannien genannt.

CyBio entwickelt und baut Anlagen für die Suche nach neuen Pharmawirkstoffen. Das Unternehmen erwirtschaftet etwa drei Viertel das Umsatzes im Ausland, unter anderem in den USA.

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