Weniger Mitglieder
Verdi muss Personalkosten senken

Der anhaltende Mitgliederschwund zwingt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Personalkosten zu sparen. In einem "Arbeitspapier" würden der Verzicht auf das 13. Monatsgehalt und das Urlaubsgeld sowie eine Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich ins Gespräch gebracht, bestätigte Verdi-Sprecher Harald Reutter am Dienstag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Er wies jedoch zugleich darauf hin, dass über dieses Papier im Vorstand noch nicht beraten worden sei. Nach seinen Worten sind - über das Papier hinaus - auch Teilzeitarbeit, Altersteilzeit oder Vorruhestand im Gespräch.

Verdi hatte bei der Gründung vor zwei Jahren seinen Beschäftigten eine Bestandsgarantie bis 2007 eingeräumt. Erst danach seien etwa betriebsbedingte Kündigungen möglich. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Personalkosten einen Anteil von 50 Prozent der Beitragseinnahmen ausmachen, hatte sich Verdi-Chef Frank Bsirske schon zu seinem Amtsantritt vorgenommen.

Reutter sagte, bereits die fünf Einzelgewerkschaften seien mit einem deutlichen Personalüberhang in die Gründung gegangen. Es sei deswegen schon damals klar gewesen, dass auf die Mitgliederentwicklung und die Personalkosten besonders geachtet werden müsste. Derzeit sind rund 5000 Personen bei Verdi beschäftigt. Die Mitgliederzahl liege bei 2,7 Millionen, wobei der Abwärtstrend abgeflacht werden konnte, sagte Reutter.

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