Weniger Personal: Hohe Risiken belasten Eurohypo

Weniger Personal
Hohe Risiken belasten Eurohypo

Die von den drei Frankfurter Großbanken fusionierte Hypothekentochter Eurohypo ist in einem schwierigen Immobilien-Umfeld gestartet.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Die bereits im ersten Geschäftsjahr deutlich erhöhte Risikovorsorge dürfte auch 2003 die Gewinn- und Verlustrechnung belasten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Eurohypo AG, Karsten von Köller, am Montag in Frankfurt. Mit einer Besserung der Lage auf den europäischen Immobilienmärkten sei "frühestens 2004" zu rechnen.

Der im September aus den drei Instituten Deutsche Hyp, Eurohypo und Rheinhyp hervorgegangene deutsche Marktführer musste in der Bilanz 2002 die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 418 (Vorjahr: 322) Mill. ? aufstocken. Dies trug maßgeblich zu einer Verringerung des Konzerngewinns vor Steuern auf 325 Mill. ? bei. 2001 hatten die drei Töchter der Dresdner, der Deutschen und der Commerzbank zusammen noch 507 Millione Euro erzielt.

Allerdings wurden die Abschlüsse 2001 und 2002 auch durch Sonderfaktoren wie Grundstücksverkäufe, Verkäufe nicht strategischer Beteiligungen, Restrukturierungsaufwendungen sowie die Inanspruchnahme von Garantien der Mutterhäuser geprägt. Bereinigt um diese Effekte fiel der Gewinn vor Steuern 2002 auf 310 (415) Mill. ? zurück.

Nach Dartsellung des Vorstandes kann die Hypothekenbank, die sich überwiegend auf die Finanzierung gewerblicher Immobilien in Europa konzentriert, schon erste Fusionsgewinne verbuchen. So verringerte sich der Verwaltungsaufwand um 6,0 % auf 432 Mill. ?. Die Zahl der Beschäftigten ging bis zum Jahresende auf 2592 (Ende 2001: 2922) Personen zurück. Den drei Mutterhäusern - Commerzbank (31,9 %), Deutsche Bank (37,6 %) und Allianz/Dresdner (28,5 %) - wird eine Dividende von 0,45 ? je Aktie vorgeschlagen.

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