Weniger Quartalsverlust als erwartet
Pro Sieben Sat1 sieht wieder Rot

Deutschlands größter TV-Konzern ist nach einem Gewinn im ersten Halbjahr im traditionell schwachen dritten Quartal wieder knapp in die Verlustzone gerutscht - das Minus war jedoch geringer als von Branchenexperten erwartet. In den ersten neun Monaten verringerte Pro Sieben Sat1 zudem den Vorsteuer-Verlust.

HB MÜNCHEN. Obwohl der deutsche TV-Werbemarkt 2003 weiter schrumpfe, rechne Pro Sieben Sat1 dank seiner Kostensenkungen mit einem Jahresgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im dreistelligen Millionenbereich, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. "Die Kostensenkungsmaßnahmen und die konsequente Optimierung unserer Organisation in den letzten Monaten beginnen sich nachhaltig auszuzahlen", erklärte Vorstandschef Urs Rohner.

Vor Steuern habe der Verlust im dritten Quartal 8,8 Mill. ? betragen, verglichen mit 53,6 Mill. ? ein Jahr zuvor. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Vorsteuerverlust von 15 Mill. ? prognostiziert.

Nach Steuern bleibt Pro Sieben Sat1 ein Quartalsfehlbetrag von sieben (Vorjahr: 49) Mill. ?. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist auf 363 (351) Mill. ?. Im dritten Quartal führen die Urlaubsmonate in der Regel zu geringen Werbeeinnahmen.

Für das Gesamtjahr 2003 erwartet Pro Sieben Sat1 nach wie vor einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, obwohl der hiesige Werbemarkt um fünf bis sieben Prozent schrumpfen werde. Seine Markteinschätzung hob das Unternehmen mit Sitz in Unterföhring bei München damit an: Bislang war das Management von einem Rückgang zwischen fünf und zehn Prozent in Deutschland ausgegangen. Das Unternehmen, das seit August in Besitz des US-Unternehmers Haim Saban ist, spürt seit drei Jahren die Krise auf dem TV-Werbemarkt und kämpfte zuletzt mit sinkenden Umsätzen.

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