Wenn Banken nach dem Staat rufen ...

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Wenn Banken nach dem Staat rufen ...

Heute geht?s ums Geld, ums große Geld. Dafür sorgen neue Schlagzeilen.

Eigentlich mag man sie nicht mehr lesen - Headlines, die Ausdruck eines ungewohnt lang anhaltenden Zustands größter Unsicherheit sind, mit Begriffen wie "Krise" oder "Zwischen Bangen und Hoffen.

Dass die tiefe "Vertrauenskrise" in der Bevölkerung berechtigt ist, bestätigt ein aktueller Streifzug durch die Presse. Für das "Stimmungstief" sorgen nicht allein der chaotische Kurs unserer Regierung, die miserable Wirtschaftslage und die täglich wachse-de Kriegsgefahr. Denn auf allen Bühnen verbreiten die Protagonisten Krisenstimmung - von der Fußball-Bundesliga bis zur Banken-Bundesliga. Es ist doch schier unglaublich, wenn jetzt bekannt wurde, dass sonst so marktwirtschaftliche Großbank-Größen eine Staatshaftung für faule Großkredite vorgeschlagen haben.

Das Thema hat viele Facetten - nur eine davon: Wie schlimm muss es um unsere Kreditwirtschaft tatsächlich stehen, wenn so etwas überhaupt diskutiert wird, wenn ausgerechnet Geldkapitäne, die auch noch um ihren eigenen Ruf kämpfen müssen, die verhasste Regierung mit ins Boot nehmen wollen?! Bis vor Kurzem war von den Beteiligten selbst die Bankenkrise noch herunter gespielt worden.

Dieser Vorgang erinnert mich an einen weitaus harmloseren Fall im Herbst 1991, als der damalige Deutsche-Bank-Vorstand Rolf Breuer - besorgt über die unbefriedigende Rolle des Kapitalmarkts - eine totale Kehrtwendung in der Öffentlichkeit vollzog: Der Staat solle doch die private Aktienanlage steuerlich fördern. Nun also ein weiteres Krisen-Signal.

Ich frage Sie: Wer hat in einem solchen Umfeld Lust zu investieren - als Unternehmer oder Anleger?

Machen Sie?s trotzdem gut - bis morgen! Und behalten Sie zumindest im Hinterkopf: In der Krise wächst die Chance!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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