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Wenn der Bär mit dem Bullen tanzt

Mal im Plus, mal im Minus, so präsentieren sich Dow Jones und Nasdaq Index am Donnerstag. Letztlich schlossen die Indizes unentschlossen. Während der Dow Jones Index gerade noch den Sprung ins Plus schaffte, schloss der Nasdaq in der Verlustzone. Die Bilanz der nun endenden Ertragssaison und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft trübte auch einen Tag vor dem Ende des ersten Quartals die Stimmung der Wall Street. Die Ergebnisse der endenden Ertragssaison fielen so schlecht aus, wie bereits seit zehn Jahren nicht mehr.

Intel, Gateway und Delta Airlines gehörten zu den 150 Unternehmen der 500 Standard & Poors Werte, die im abgelaufenen Quartal vor enttäuschenden Geschäftsergebnissen warnen mussten. Die Experten von First Call rechnen nun damit, dass die Unternehmensgewinne im betrachteten Quartal durchschnittlich um rund acht Prozent gesunken sind. Rückläufige Konsumausgaben der Haushalte und Einsparungen der Unternehmen bei Werbung, Geschäftsreisen und sonstigen Ausgaben schmälerten unter anderem die Unternehmenserträge. Zahlreiche Unternehmen kündigten Entlassungen und Stellenabbau an. Vor allem Computerkonzerne und artverwandte Untenehmen hatten unter der abkühlenden US-Konjunktur am stärksten zu leiden. Besonders im kapitalintensiven IT-Bereich muss gespart werden.

Doch nicht nur die trübe Grundstimmung, sondern auch tagesaktuell schlechte Nachrichten belasteten die Märkte am Donnerstag. Die Gewinnwarnung bei JNI und Coca Cola belastete die Märkte zusätzlich. Für den kurzen Punktesegen in den Mittagsstunden waren Fondsmanager und andere institutionelle Anleger verantwortlich. Sie versuchen durch "Windowdressing", den gezielten Aktienkäufe und-verkauf vor den Quartalsstichtagen, die Performance ihrer Depots zu schönen.

Eines der beherrschenden Themen des Tages war die Gewinnwarnung bei JNI. Das Technologieunternehmen hat die Prognosen für das laufende Quartal gesenkt. Die schwache Nachfrage im Technologiesektor und die rückläufig Absatzentwicklung auf dem Server-Markt, insbesondere bei Sun Microsystems, belasten die Unternehmenserträge von JNI. Das Unternehmen büßte am Donnerstag über 13 Prozent an Wert ein und zog auch Sun Microsystems in die Tiefe. Juniper Networks, Network Appliance und EMC verlieren ebenfalls.

Ebenfalls abwärts ging es für die Aktien Hersteller von Netzwerkkomponenten. Cisco Systems zählte als meistgehandelte Aktie zu den Verlierern. Auch Corning zog es ins Minus. Nortel baute am Donnerstag seine Verluste nochmals aus, nachdem der Netzwerkausstatter den Nasdaq bereits gestern Punkte gekostet hatte. Ebenfalls unter Druck gerieten die Papierwerte. Nachdem Schwergewicht International Paper vor enttäuschenden Geschäftszahlen warnte, gerieten auch die Aktien der Konkurrenz unter Druck.

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