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Wenn die Werbung schleicht

Über 16 Millionen Deutsche waren jüngst dabei, als Thomas Gottschalk Hollywood-Größen und Zweites-Deutsches-Fernseh-Kulturgut zumindest für kurze Zeit auf das gleiche (Sofa-)Niveau brachte.

Die Zuschauer sollten aber nicht darauf wetten, dass sie mit ihrer bezahlten GEZ-Gebühr auch Anspruch auf Werbefreiheit hatten. Einmal mehr konnten wir uns überzeugen, dass die Werbepartner des größten deutschen Entertainers immer dabei sind: Die Sommersendung kommt aus Athen! Und die Post-Tochter Danzas sorgt für die Logistik.

Über solche Schlupflöcher für werbliches Engagement bei öffentlich-rechtlichen Sendern nach 20 Uhr sind die privaten Fernsehsender zu Recht sauer. Werbung und Sponsoring im Abendprogramm von ARD und ZDF müssen endlich entscheidend reduziert werden. Gerade in Zeiten, in denen der drastische Rückgang der Werbeeinnahmen viele Privatsender belastet, müssen sich alle Sender an die rechtlichen Vorgaben halten. So ist es unverständlich, dass RTL 500 000 Euro Bußgeld wegen Schleichwerbung drohen. Der Moderator, dieser Schuft, soll in einer Samstagabendshow einen Hinweis auf eine Sonntagszeitung gegeben haben. Ab in die Verbannung mit ihm. Aber nicht ins badische Rust. Den dortigen Europapark braucht insbesondere die ARD noch für ihre Samstagabend-Sendungen.

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