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Wenn Quartalszahlen Kurse machen - und wann nicht

Gute Zahlen, schlechte Zahlen - Quartalsergebnisse bewegen in diesen Tagen die Börse.

Waren es zuletzt vor allem amerikanische Hightechs, denen besondere Beachtung geschenkt wurde, so sind es heute deutsche Dax-Repräsentanten: Daimler-Chrysler mit positivem Ertragstrend, anschließend die HypoVereinsbank mit wenig erfreulichen Zahlen. Der Aktienmarkt reagiert inzwischen ja wieder auf fundamentale Unternehmensdaten, die Kurse ent-wickeln sich differenzierter als in euphorischen Haussephasen oder bei depressiven Kursstürzen.

Was kann der Privatanleger damit anfangen, wenn überhaupt? Zunächst einmal meine grundsätzliche Empfehlung: einzelnen Nachrichten nie nachlaufen - es sei denn, sie signalisierten einen neuen Trend bzw. eine Trendwende. Vieles ist besser geworden in der Firmenpublizität. Manches bleibt aber umstritten, denn kritische Beobachter der Quartalszahlen fragen sich, ob diese nicht zur Unsicherheit, zur Volatilität beitragen, weil sie den Blick für die langfristige Entwicklung verstellen können.

Schauen Sie also genau hin, wie die Börse spontan reagiert und beachten Sie dann vor allem, wie Zahlen und Kursreaktion kommentiert werden. Denn eines der wichtigsten Phänomene der Kursentwicklung ist nun einmal, dass die Profis so oft wie möglich einen Abgleich zwischen Realität und der zuvor eingepreisten Erwartungshaltung vornehmen. Das heißt, auf die Qualität der neuen Zahlen kommt es oft gar nicht an, sondern mehr darauf, ob sie so erwartet worden waren oder eine Überraschung für die Börsianer darstellen.

Kursrelevant ist auch, ob sich Zahlen und Kursreaktion nur auf das Vierteljahr beziehen, oder ob der Bericht auch wichtige Aussagen für die Zukunft enthält.

Nur am Rande: Früher einmal gab es den Börsenspruch: "Lieber einen Mercedes in der Garage als eine Daimler im Depot." Heute ist auch die Aktie begehrt.

Fahren Sie trotzdem vorsichtig - bis morgen!

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