„Wenn wir uns engagieren, dann langfristig“
DaimlerChrysler hält am Standort Argentinien fest

Der Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler will trotz der Wirtschaftskrise in Argentinien an seinem Transporter-Werk in der Hauptstadt Buenos Aires festhalten.

Reuters STUTTGART. "Es besteht keinerlei Notwendigkeit, das Werk in Argentinien zu schließen", sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart. "Wenn wir uns engagieren, dann langfristig", fügte er hinzu und wies einen Bericht der "Automobilwoche" zurück. Das Blatt berichtet in seiner am Montag erschienenen Ausgabe, DaimlerChrysler wolle die Produktion von "Sprinter"-Transportern in das Freightliner - Werk in Gaffney (USA) verlagern. Der Sprecher sagte, man wolle mit einer weiteren Einschränkung der Produktion in Buenos Aires auf den Nachfrageeinbruch reagieren.

Die Lkw- und Bus-Sparte von DaimlerChrysler leidet weltweit unter der schwachen Nachfrage nach Nutzfahrzeugen. Der zuletzt verlustträchtige Bereich soll in diesem Jahr aber wieder schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Quartal hat DaimlerChrysler nach eigenen Angaben in der argentinischen Hauptstadt nur noch 600 "Sprinter" gebaut. Bereits im vergangenen Jahr war die Produktion um 40 Prozent auf 7000 (Vorjahr: 11.600) Stück eingebrochen.

Der "Automobilwoche" zufolge wurden bereits 200 Mitarbeiter entlassen, derzeit seien dort noch 800 Monteure beschäftigt. Der Nutzfahrzeugmarkt sei in Argentinien wegen der Krise in diesem Jahr bisher um 50 Prozent eingebrochen. Als lokaler Produzent profitiere DaimlerChrysler aber vom Verfall des argentinischen Peso mehr als andere. "Wir gehen nicht von einer raschen Erholung aus", sagte der Sprecher. Frühestens 2003 oder 2004 werde die Lage sich verbessern.

In Gaffney baut DaimlerChrysler nach Angaben des Sprechers im laufenden Jahr rund 4000 Freightliner-Lkw zusammen, die in Teilen aus Düsseldorf angeliefert werden. Auch aus der Jeep-Produktion in China will DaimlerChrysler entgegen asiatischen Zeitungsberichten nicht aussteigen. Der Vertrag mit dem lokalen Partner Beijing Jeep sei erst im Mai um 30 Jahre verlängert worden, sagte ein Sprecher. Verschiedene Blätter hatten unter Berufung auf Kreise berichtet, der Konzern erwäge eine Verlagerung der Produktion nach Malaysia, Indonesien oder auf die Philippinen. Der DaimlerChrysler-Sprecher sagte, die Vereinbarung über das älteste Auto-Gemeinschaftsunternehmen in China müsse nur noch von den Behörden genehmigt werden.

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