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Wenn´s durch Kritik noch kritischer wird

Den Bundesbürgern reicht?s - Ihnen auch?

Folgt man der heutigen Ausgabe einer großen deutschen Zeitung, dann haben alle, wirklich alle inzwischen die Nase voll von der Bundesregierung und ihrem wirtschaftspolitischen Kurs. Glauben Sie ja nicht, ich wäre begeistert vom Schlingern des Schröder-Schiffs. Ein Hit in den Charts ist bisher lediglich der "Steuer-Song" des Kanzler-Imitators Elmar Brandt geworden.

Aber: Als wäre die Lage nicht schon ernst genug, spitzt sie sich durch solche undifferenzierte Publizität noch zu, einfach weil die Verunsiche- rung in der Bevölkerung verstärkt wird.

Beispiel: Seit Wochen ist allgemein bekannt, dass auf die Aktien- und Immobilienanleger eine neue Besteuerung zukommt. Zuletzt gab es dazu einen in der Tat ärgerlicher Hickhack in der Koalition über die Details.

Die mittlerweile getroffene Einigung stellt eine Lösung dar, die die Fachwelt aufatmen lässt, denn man sagt sich: Damit können wir leben. Gestern titelte dann beispielsweise das Handelsblatt "Schröder entschärft Eichels Giftliste". Und die Financial Times Deutschland sah es genauso: "Regierung mildert Steuerpaket ab."

Am gleichen Tag wird einem Millionen-Publikum aber auch "Schon wieder neue Steuern!" angekündigt, obwohl der Plan den Lesern längst bekannt war. Das sieht schon nach einer Kampagne aus. Konsequent ist dann die heutige Titelseite mit den dicken Lettern "Kanzler, uns reicht?s!"

Wenn wir so weiter machen, wird?s auch der Börse bald reichen, wird sie wieder in die Knie gehen - wie heute morgen.

Machen Sie?s besser - bis morgen!

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