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Wer ist das tote Mädchen von Vechta?

Der Fund einer Mädchenleiche bei Vechta bleibt mysteriös. Seit Freitag sei lediglich klar, dass das Kind vier bis acht Jahre alt war und dass der Todeszeitpunkt länger als vier Wochen zurückliegt, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Freitag in Vechta mit.

dpa VECHTA. Der Fund einer Mädchenleiche bei Vechta bleibt mysteriös. Seit Freitag sei lediglich klar, dass das Kind vier bis acht Jahre alt war und dass der Todeszeitpunkt länger als vier Wochen zurückliegt, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Freitag in Vechta mit.

Sie gab erstmals bekannt, dass die teilweise skelettierte, hellhäutige Leiche ohne Kopf gefunden wurde. Bis Freitag habe sich niemand gemeldet, der ein Kind in diesem Alter vermisse. Die Staatsanwaltschaft geht nach den Worten ihres Sprechers Bernhard Südbeck weiter von einem Verbrechen aus. Sie ermittle offiziell wegen Totschlags. Spuren eines gewaltsamen Todes seien bis Freitag allerdings nicht gefunden worden.

Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege in diesem "sehr ungewöhnlichen Fall" vorläufig weiter bei der Identifizierung, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Vechta, Peter Sieverling. Registrierte Vermisstenmeldungen für Kinder und Jugendliche würden in den kommenden Tagen mit den Ergebnissen aus Vechta abgeglichen. Nicht auszuschließen sei, dass das Kind aus einem Nachbarland stamme. Die Ermittlungen übernahm die nach dem Fundort der Leiche benannte "Soko Daren".

In der Nähe der Toten wurden nach den Angaben der Ermittler zwei "ungewöhnliche" Messer, ein Schlüpfer und eine Jacke sowie eine Heizdecke und ein Eimer sicher gestellt. Ob die Kleidung zu dem Mädchen gehört, müsse noch untersucht werden. Die Suche nach weiteren Spuren wurde am Freitag fortgesetzt. Der Besitzer der Messer werde gesucht. Zur Identifizierung beitragen könnten aus Sicht der Ermittler die ungewöhnlich kleinen Füße des Kindes. Bei einer Körpergröße von 108 Zentimetern habe das Kind nur eine Schuhgröße von 24.

Erstmals machten die Behörden genauere Angaben zum Fundort an einer Kreisstraße zwischen Vechta und Dinklage. Danach lag die teilweise von Laub bedeckte Leiche in einem Entwässerungsgraben, in unmittelbarer Nähe eines von Joggern, Skatern und Radfahrern viel genutzten Radwegs. Die Leiche habe man von dort aus jedoch nicht direkt sehen können. Der Fundort liegt wenige Kilometer von der Autobahn A1 Dortmund-Bremen entfernt.

Aufgespürt hatte die Leiche am Mittwochabend der Hund einer Skaterin. Seitdem wird das Umfeld des Fundorts von einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Oldenburg systematisch durchkämmt. Eingesetzt wurden auch Leichenspürhunde.

Für Hinweise hat die Soko ein rund um die Uhr besetztes Telefon mit der Nummer 04441 - 943201 eingerichtet.

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