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Wer ist wer im Flowtex-Skandal

An der Spitze stand "Big Manni" Manfred Schmider, die anderen arbeiteten ihm zu.

dpa MANNHEIM. Die Rollen im Flowtex-Quartett waren klar verteilt. Manfred Schmider , der ehemalige Chef der Flowtex-Gruppe, war der Macher, der die Geschäfte vorantrieb. Der Spitzname "Big Manni" galt dabei nicht nur seinen Führungsqualitäten, sondern auch seiner Körperfülle. Bis zu seiner Verhaftung im Februar 2000 galt er auch vielen baden-württembergischen Politikern als Vorzeigeunternehmer.

Sein Geschäftspartner Klaus Kleiser hatte die notwendige Fachkenntnis in Sachen Bau. Sein Spezialgebiet: Gräben bohren, ohne die Straße aufreißen zu müssen. Seine Doktorarbeit hatte den Titel "Bruchmechanische Untersuchungen an einer zementmörtelbewehrten Matrix". Vor fünf Jahren veröffentlichte er das Buch "Der grabenlose Leitungsbau".

Der dritte im Bunde, Karl Schmitz , war der Finanzchef. Der frühere Leiter der Mannheimer Commerzbank-Niederlassung war angeworben worden, um den stetig wachsenden Geldbedarf von zuletzt über 60 Mill. DM (30,7 Mio Euro) im Monat zu decken. Schmitz soll auch seine Kontakte in die Finanzwelt genutzt haben, um geplante Anleihen in Millionen-Höhe zu organisieren.

Angelika Neumann , die einzige Frau unter den Angeklagten, war zunächst Schmiders Sekretärin. Sie leitete in Thüringen die zur Flowtex-Gruppe gehörende Firma KSK und half mit, die nicht vorhandenen Bohrmaschinen zu verkaufen.

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