"Wer nicht zahlt, fliegt nicht"
Fluggesellschaften kritisieren hohe Versicherungsprämien

Die europäischen Fluggesellschaften müssen ab Montag höhere Versicherungsprämien zahlen. Nach den Terroranschlägen in den USA forderten die Versicherer allein von seinem Unternehmen zehn Mal so hohe Beiträge, sagte Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta am Donnerstag in Brüssel.

afp BRÜSSEL. In seiner Funktion als Chef des Branchenverbandes Association of European Airlines (AEA) war er zuvor mit EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio zusammengetroffen. Die Kommission betonte, die Versicherungsprämien stellten ein "unmittelbares Problem" dar. Die Airlines müssten bis Montag zahlen; wer nicht zahle, dürfe nicht mehr fliegen.

"Von uns werden extrem hohe Prämien verlangt, klagte Spinetta. "Wir wollen aber nicht zehn Mal mehr zahlen.» Die Versicherer wollten die Spielregeln ändern und für das Risiko eines Krieges einen Aufschlag verlangen, der von den Fluggesellschaften getragen werden müsse. Stattdessen fordern die Fluggesellschaften ein auf Gegenseitigkeit beruhendes Versicherungssystem. De Palacio sagte zu, diesen Vorschlag zu prüfen. In anderen Branchen gebe es derartige Systeme, betonte sie. Die EU-Finanzminister könnten am Wochenende über das Problem beraten.

Außerdem betonte die Kommissarin, dass der EU-Haushalt keine Hilfen für die nach den Terroranschlägen in den USA tief in der Krise steckenden Airlines vorsehe. Anders verhalte es sich bei den Kosten für die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen auch im Flugverkehr. Diese sollten nach Ansicht der Kommission von den einzelnen EU-Staaten übernommen werden.

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