Wer sind die Spitzenkandidaten?: Michigan stürzt Republikaner ins Chaos

Wer sind die Spitzenkandidaten?
Michigan stürzt Republikaner ins Chaos

Romney, McCain, Huckabee oder doch Giuliani? Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei in den USA bleibt auch nach der Vorwahl in Michigan weiter offen. Keiner der Kandidaten sticht bislang hervor. Zwei frühere Spitzen-Politikberater wollen sich nun ihren ganz eigenen Favoriten aufbauen.

DÜSSELDORF. Nach drei Vorwahlen in den USA haben die Republikaner jetzt drei Gewinner: Mike Huckabee siegt in Iowa, John McCain in New Hampshire und Mitt Romney in Michigan. Romney, der bei den beide bisherigen Abstimmungen in Iowa und New Hampshire enttäuschend abgeschnitten hatte, erhielt nach Auszählung von rund 80 Prozent der Wahlbezirke in Michigan 39 Prozent der Stimmen. McCain kam demzufolge auf 30 Prozent.

Ausschlaggebend in Michigan war die Diskussion um Arbeitslosigkeit. Das Thema erwies sich als wahlentscheidend in diesem Bundesstaat mit der höchsten Arbeitslosenquote der USA. Romneys Attacken auf McCain zeigten ihre Wirkung. Hatte McCain doch im Senat gegen den Widerstand der US-Autoindustrie eine Verschärfung der Vorschriften zum Spritverbrauch befürwortet und zudem erklärt, einige Jobs in Michigan seien für immer verloren. Romney dagegen versprach den Wählern, der notleidenden Autoindustrie wieder auf die Beine zu helfen.

Der religiös-orientierte Huckabee konnte dagegen in Michigan kaum punkten. Er kam lediglich auf 16 Prozent. Auch der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani lag abgeschlagen bei drei Prozent. Doch Giuliani macht sich weiter Hoffnungen. Er setzt darauf, mit einem Sieg am 29. Januar in Florida Auftrieb für den „Superwahltag“ am 5. Februar zu erhalten.

So sehen sich die Republikaner einem Nominierungschaos ausgesetzt. Drei Vorwahlstaaten haben drei verschiedene Sieger hervorgebracht. Bislang gibt es keinen Spitzenreiter. Auch kristalisiert sich kein Duell nach dem Modell Clinton-Obama heraus.

Nach den bislang zugeteilten Delegierten steht Romney mit 42 an der Spitze, dahinter folgen Huckabee (21) und McCain (19). Magische Zahl ist hier die 1191. So viele Delegierte muss ein republikanischer Kandidat in den Vorwahlen gewinnen, um nominiert zu werden. Doch der „Super Tuesday“ und die Vorwahlen in den Staaten mit großer Delegierten-Zahl wie Floria oder Kalifornien können die Reihenfolge noch komplett umwerfen.

„Kein GOP-Anker in Sicht“, kommentiert die „New York Times“. GOP steht hier für Grand Old Party, eine weitere Bezeichnung für die Republikaner. Auch das „Wall Street Journal“ sieht im Sieg Romneys ein Problem für die Partei: „Mitt Romney hat in Michigan gewonnen und damit seinen Anspruch eine Kandidatur unterstrichen. Doch seine Partei führt er damit in ein noch chaotischeres Rennen.“

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