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Wer surft schon im Wald?

Als die Telekommunikationsunternehmen unbedingt eine UMTS-Lizenz ersteigern wollten und dafür viel Geld ausgaben, war allen bereits klar: Wenn UMTS endlich läuft, dann wird es bereits eine wesentlich bessere Technologie geben.

Aber auch die wird wieder eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis die entsprechende Infrastruktur aufgebaut ist und somit zum Geschäft wird. So lange muss man halt mit UMTS Geld verdienen. Was dabei aber wohl noch nicht so bedacht wurde, waren die Entwicklungen mit Wireless LAN (local area network) und Bluetooth (kabellose Übertragung von Daten über wenige Meter Entfernung). Nur zu verständlich, wenn die UMTS-Anbieter bereits jetzt schon Umsatzeinbußen durch den drahtlosen Internetzugang in Flughäfen, Bahnhöfen oder Hotels fürchten.

Überall da, wo Menschen sich bisweilen in großer Zahl aufhalten, also bei Konferenzen, Messen oder anderen Veranstaltungen, wird es schon bald die Möglichkeit für einen Anwender mit entsprechender Ausrüstung geben, sich schnurstracks - und dazu deutlich preiswerter als mit UMTS - einen Weg ins Internet zu verschaffen. Die Fachleute bezeichnen diese Räume "Hotspots".

Gerade die wichtigste UMTS-Zielgruppe, die Geschäftsleute mit dem größten Bedarf an Datenanbindungen, wird sich in den Hotspots aufhalten. Darauf weist eine Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan hin. In Europa werden mit öffentlichen Wireless LAN-Zugängen bereits in diesem Jahr 4,12 Mill. $ umgesetzt, im Jahr 2006 erwartet die Studie Umsätze von mehr als 3 Mrd. $.

Somit kann UMTS sich nur die Brosamen rauspicken - im tiefen Wald beispielsweise. Aber wer will ausgerechnet da schon surfen?

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