"Werden Euch mit Märtyrertum empfangen": Hisbollah warnt USA vor Selbstmordattentaten

"Werden Euch mit Märtyrertum empfangen"
Hisbollah warnt USA vor Selbstmordattentaten

Im Falle eines Angriffs auf den Irak müssten US-Soldaten mit Anschlägen rechenen, erklärte der Anführer der Miliz.

rtr BEIRUT. Der Anführer der im Libanon operierenden Hisbollah-Milizen, Scheich Hassan Nasrallah, hat die USA davor gewarnt, dass US-Soldaten im Falle einer Invasion Iraks dort mit Selbstmordattentaten rechnen müssten.

"Die Menschen in dieser Region werden euch mit Gewehren, Blut, Waffen, Märtyrertum und Märtyreraktionen empfangen", sagte er am Donnerstag in Libanons Hauptstadt Beirut. "Erwartet nicht, dass die Menschen in dieser Region euch mit Blumen und Parfüm empfangen werden", sagte der Hisbollah-Chef bei Feierlichkeiten am letzten Tag des schiitischen Aschura-Festes.

Er bezog sich damit auf Äußerungen der US-Regierung, wonach die irakische Bevölkerung mit Erleichterung auf einen Sturz Präsident Saddam Husseins durch US-Truppen reagieren werde. "'Tod den Amerikanern' war, ist und wird unser Slogan bleiben", drohte Nasrallah.

Die Hisbollah-Milizen hatten jahrelang für einen Abzug Israels aus dem Süden Libanons gekämpft, den israelische Truppen 22 Jahre lang besetzt hatten. Die USA führen die Hisbollah auf ihrer Liste der Terror-Organisationen. Sie machen die Hisbollah unter anderem für ein Selbstmordattentat auf US-Soldaten und die US-Botschaft in Beirut 1983 sowie für mehrere Geiselnahmen von Ausländern aus westlichen Ländern verantwortlich.

Gemeinsam mit Großbritannien haben die USA mehr als 250 000 Soldaten in der Golfregion stationiert und drohen mit einem Krieg, wenn Irak nicht innerhalb weniger Tage die Abrüstungsauflagen der Vereinten Nationen (UNO) erfüllt.

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