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Werder Bremen wahrt mit 2:1 Achtelfinal-Chance

Mit einem neuen „Wunder an der Weser“ hat der SV Werder Bremen seine Chancen in der Champions League sprunghaft gesteigert.

dpa BREMEN. Mit einem neuen "Wunder an der Weser" hat der SV Werder Bremen seine Chancen in der Champions League sprunghaft gesteigert.

Dank einer unglaublichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit erkämpfte sich der deutsche Meister und Pokalsieger gegen am Ende nur noch zehn Spieler des FC Valencia einen wichtigen und auch verdienten 2:1 (0:1)-Erfolg und hat nun in der Gruppe G wieder allerbeste Aussichten auf den Achtelfinal-Einzug.

Vor 36 034 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Weserstadion brachte Vicente (2.) den FC Valencia zwar in Führung. Doch Miroslav Klose (60.) und Angelos Charisteas (84.) drehten den Spieß um für die Bremer, die in den zweiten 45 Minuten vier Stürmer auf dem Feld hatten. Die Spanier beendeten die Partie dezimiert, weil Carlos Marchena (55./wiederholtes Foulspiel) die Gelb-Rote Karte (55.) sah.

Nach dem Ausfall von fünf Defensivkräften trat Coach Thomas Schaaf die Flucht nach vorn an und schickte mit Miroslav Klose, Nelson Valdez und Ivan Klasnic erstmals in dieser Saison von Beginn an drei Stürmer aufs Feld. Doch die Bremer waren noch gar nicht so recht bei der Sache, da stand es schon 0:1. Vicente traf nach schönem Zuspiel von Amadeo Carboni freistehend. Die Hanseaten reagierten auf diese kalte Dusche geschockt und hatten großes Glück, dass Marco di Vaio (11./15.) zweimal allein vor Keeper Andreas Reinke überhastet verzog.

Die neu formierte Werder-Abwehr, in der vor allem der gesperrte Franzose Valerien Ismael und Kapitän Frank Baumann als Stützen schmerzlich vermisst wurden, präsentierte sich unorganisiert und wurde von den extrem ballsicheren Iberern wiederholt vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt. So scheiterte erneut der von Paul Stalteri kaum zu bremsende di Vaio an Reinke, anschließend köpfte Bernardo Corradi (27.) den hochspringenden Ball knapp über das Gehäuse.

Die Hausherren versuchten über Kampf ins Match zurückzufinden, doch ihrem Spiel mangelte es lange an Tempo und Ideen. Allein Klasnic beschäftigte Valencias Abwehr, die vor dem Seitenwechsel neben einem zu Unrecht wegen angeblichen Abseits nicht anerkannten Treffer von Tim Borowski (8.) nur noch eine Chance von Valdez (26.) zuließ. "Wir haben wie in Mailand den Anfang total verschlafen und es uns dadurch selbst schwer gemacht", monierte Manager Klaus Allofs zur Pause.

Nach dem Wechsel verstärkte der deutsche Double-Gewinner seine Angriffsbemühungen, doch die Hintermannschaft des Tabellenführers der Primera Divison stand in dessen 50. Meisterliga-Partie hielt zunächst noch stand. Dann musste jedoch Marchena, der in der ersten Halbzeit nach einer Klasnic-Schwalbe Gelb sah, vom Feld - und durch die gesamte Werder-Mannschaft ging ein Ruck, als Klose nach Klasnic' Hereingabe zum Ausgleich abstaubte.

Schaaf brachte Charisteas als vierten Angreifer und hätte fast das 2:1 bejubeln können, doch erst traf der agile Borowski per Linksschuss nur den Pfosten (62.) und dann scheiterte freistehend Charisteas (68.) per Kopf am reaktionsschnellen Santiago Canizares. Der spanische Keeper war beim Bremer Schlussspurt allerdings chancenlos, als Klasnic das Leder für Edeljoker Charisteas auflegte und der Europameister zum umjubelten Siegtreffer eindrückte.

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