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Werder kämpft gegen „Spanien-Fluch“

Mit sechs Freiburg-Toren im Rücken will Werder Bremen seinen „Spanien-Fluch“ besiegen. Der deutsche Meister reiste verspätet, aber voller Optimismus zum letzten Vorrundenspiel in der Champions League beim FC Valencia.

dpa VALENCIA. Mit sechs Freiburg-Toren im Rücken will Werder Bremen seinen "Spanien-Fluch" besiegen. Der deutsche Meister reiste verspätet, aber voller Optimismus zum letzten Vorrundenspiel in der Champions League beim FC Valencia.

"Wir freuen uns darauf. Das ist ein richtiges Endspiel. Wir wollen eine Runde weiter, und wir haben das Zeug dazu", verkündete Kapitän Frank Baumann vor dem Gruppenfinale bei Spaniens Meister. Die Statistik spricht allerdings gegen Werder: Drei Mal - zwei Mal bei Atletico Madrid und einmal beim FC Barcelona - traten die Bremer bisher im Europacup in Spanien an und gingen jeweils als Verlierer vom Platz. Andererseits hat der FC Valencia im Europapokal daheim noch nie gegen eine deutsche Mannschaft verloren. Der derzeitige Tabellenvierte kommt im 52 153 Zuschauer fassenden Mestalla-Stadion in den acht Spielen gegen Bundesliga-Clubs auf fünf Siege und drei Unentschieden.

Doch von diesen Vorzeichen ließ sich das Team ebenso wenig die gute Laune verderben wie durch eine mehr als zwei Stunden verspätete Abreise am Montagmorgen. Wegen eines Triebwerkschadens musste das Flugzeug nach Valencia ausgetauscht werden. "Wir haben eine große Qualität. Sicherlich wird uns in Valencia einiges erwarten. Doch wir sind nervenstark genug, um dort zu bestehen", prophezeite Johan Micoud. Der mit reichlich Spanien-Erfahrung ausgestattete Andreas Reinke sieht in der erwarteten "Hexenkessel-Atmosphäre" sogar einen Vorteil. "Das sind doch genau die Spiele, die wir wollten", betonte der fast 35 Jahre alte Torhüter, dessen Patzer den Bremern gegen Inter Mailand den Sieg und die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale gekostet hatte.

Mit einem Sieg oder einem Unentschieden in Valencia würden die Norddeutschen die nächste Runde garantiert erreichen. Selbst eine Niederlage mit nur einem Tor Unterschied, sofern Werder mindestens ein Tor schießt, reicht aus, um den zweiten Platz vor Valencia zu verteidigen.

Trainer Thomas Schaaf kann dabei auf die gleiche Elf zurückgreifen, die den SC Freiburg mit 6:0 vom Platz gefegt hatte. Vor allem im Angriff hat der Coach nach dem Dreierpack von Angelos Charisteas ein Luxusproblem. Der griechische Europameister pocht auf den Platz neben dem gesetzten Nationalstürmer Miroslav Klose. "Die drei Tore sind sehr wichtig für mich. Aber es muss so weitergehen, natürlich schon am Dienstag", forderte der unzufriedene Torjäger, der immer wieder mit Ajax Amsterdam in Verbindung gebracht wird. Für Charisteas spricht auch, dass er nach seiner späten Einwechslung im Hinspiel gegen Valencia das Siegtor zum 2:1 geschossen hatte.

Allerdings meldete sich auch Ivan Klasnic zurück. Der 24-jährige Kroate, der zuletzt wegen einer Schulterverletzung aussetzen musste, hat bereits wieder trainiert. "Wir versuchen bis zur letzten Minute alles, damit er spielen kann", sagte Schaaf. Vierter im Stürmer-Bunde ist der in der Bundesliga gesperrte Nelson Valdez.

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