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Werder krönt Saison mit 5. Pokalsieg und Double

Berlin (dpa) - Der SV Werder Bremen hat die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte mit dem fünften DFB-Pokalsieg und dem Gewinn des «Doubles» gekrönt.

Berlin (dpa) - Der SV Werder Bremen hat die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte mit dem fünften DFB-Pokalsieg und dem Gewinn des «Doubles» gekrönt.

Durch Tore von Tim Borowski (31./84.) und Ivan Klasnic (45.) besiegte der deutsche Meister im 61. Cup-Finale vor 71 682 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion den Zweitligisten Alemannia Aachen mit 3:2 (2:0) und gab damit den Startschuss zur zweiten Jubelparty des Jahres. Stefan Blank (51.) und Erik Meijer (90.+3) erzielten die Tore für die lange Zeit ebenbürtige Alemannia, die auch bei ihrer dritten Final-Teilnahme nach 1953 und 1965 als Verlierer den Platz verließ. Nach einer Roten Karte gegen George Mbwando mussten die Aachener die Partie zu zehnt beenden.

In seinem letzten Spiel im Werder-Trikot ging Bundesliga-Torschützenkönig Ailton leer aus. Der Brasilianer, der in der kommenden Saison ebenso wie sein Teamkollege Mladen Krstajic für den FC Schalke 04 spielt, blieb glücklos und hatte zudem in dem 35- jährigen Willi Landgraf einen unerbittlichen Bewacher. Obwohl er bereits in der 1. Minute für ein Foul an Ailton die Gelbe Karte sah, zog sich der Zweitliga-Oldie gegen den 28fachen Saison-Torschützen gut aus der Affäre.

Nachdem sie die beiden letzten Bundesliga-Begegnungen nach dem feststehenden Titelgewinn praktisch kampflos abgegeben hatten, präsentierten sich die Bremer im Finale wieder motiviert. Allerdings verbreitete die Elf von Thomas Schaaf keinen Glanz und musste sich letztlich mit einem Arbeitssieg gegen den klassentieferen Gegner begnügen. Mit dem fünften Cup-Sieg nach 1961, 1991, 1994 und 1999 eroberte der SV Werder als vierte deutsche Mannschaft nach dem FC Schalke 04 (1937), dem 1. FC Köln (1978) und dem FC Bayern München (1969, 1986, 2000, 2003) das Double.

Angetrieben von Borowski und Fabian Ernst zogen die Hanseaten ein druckvolles Spiel auf, dem zunächst der erfolgreiche Abschluss versagt blieb. Borowski (8.) und Klasnic (21.), der den Ball aus zwei Metern Entfernung nicht im Tor unterbrachte, vergaben die größten Chancen für eine frühe Werder-Führung. Doch die Aachener zeigten sich wenig beeindruckt. Nach einer Viertelstunde legten die Westdeutschen, die vor einer Woche den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatten, den Respekt ab und setzten ihrerseits Offensiv-Akzente. Vor dem Tor von Andreas Reinke wirkte die Alemannia jedoch zu zögerlich. So blieb ein Schussversuch von Ivica Grlic (16.) die ganze Ausbeute.

Als sich der Zweitligist mehr und mehr Spielanteile erkämpfte, schlug Werder eiskalt zu. Nach einer Hereingabe von Ernst überwand der unbewachte Borowski Aachens Keeper Stephan Straub mit strammem Schuss. Sekunden vor der Halbzeit leitete ein Ballverlust von Grlic im Mittelfeld das 2:0 ein. Frank Baumann leitete mit Übersicht weiter auf Klasnic, der ohne Mühe vollstreckte.

Doch das Team von Trainer Jörg Berger gab sich noch nicht geschlagen. Als Blank nach Freistoßflanke von Landgraf per Kopf der Anschluss gelungen war, geriet der offenbar zu selbstsichere Favorit noch einmal ins Wanken. Der nicht immer souverän wirkende Reinke verhinderte im Nachfassen gegen Bachirou Salou (63.) den drohenden Ausgleich. Obwohl Mbwando eine Viertelstunde vor Schluss wegen groben Foulspiels an Borowski Rot von Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) sah, war die Partie erst gelaufen, als Borowski die Bremer mit seinem zweiten Treffer sechs Minuten vor dem Ende erlöste.

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