Werder schafft in der 90. Minute die Wende
Bremen und Gladbach stolpern ins Halbfinale

Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und der VfB Lübeck haben es geschafft. Ihnen ist der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale gelungen. Doch die Siege waren alles andere als klar.

HB HAMBURG. Bundesliga-Spitzenreiter Bremen bezwang Zweitligist Greuther Fürth im Viertelfinale am Dienstagabend mühevoll mit 3:2. Borussia Mönchengladbach schlug den MSV Duisburg erst im Elfmeterschießen mit 4:3. Lübeck steht nach dem 1:0-Sieg gegen Süd-Regionalligist TSG Hoffenheim zum ersten Mal in der Runde der letzten Vier.

Das Halbfinale findet am 16. und 17. März statt. Die Auslosung wird im Anschluss an das letzte Viertelfinalspiel am Mittwochabend zwischen Alemannia Aachen und dem FC Bayern München (20.30 Uhr) im ZDF vorgenommen.

Greuther Fürth stand gegen Bremen kurz vor einer Riesen- Überraschung. Der Zweitliga-Zehnte geriet vor 14 500 Zuschauern im Playmobilstadion zwar durch ein Tor von Paul Stalteri (18.) in Rückstand, doch ein Eigentor des Bremers Valerien Ismael (74.) und der Treffer von Marcus Feinbier (76.) brachten die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf an den Rand einer Niederlage. Erst recht, als Ümit Davala nach einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte sah. Doch trotz Unterzahl drehte Werder in einer Last-Minute-Aktion das Spiel durch Treffer von Johan Micoud (90.) und Ivan Klasnic (90.+1). Bremen steht zum 17. Mal im Halbfinale des DFB-Pokals. Vier Mal, zuletzt 1999, gewannen die Hanseaten den "Pott".

In Mönchengladbach wurde die Borussia von den 33 900 Zuschauern mit Pfiffen in die Pause verabschiedet, nachdem der Marokkaner Nasir El Kasmi (38.) Duisburg in Führung gebracht hatte. Gladbach erzielte durch Joris van Hout zwar den Ausgleich (68.), geriet durch ein Eigentor von Sladan Asanin (82.) aber erneut ins Hintertreffen. Tomislav Maric rettete den Favoriten in seinem ersten Einsatz für die "Fohlen" in die Verlängerung (89.). Im Elfmeterschießen bewahrte Jörg Stiel mit zwei gehaltenen Elfmetern den dreimaligen Cupgewinner vor einer Blamage.

Die Erfolgsgeschichte der TSG Hoffenheim ging im Viertelfinale zu Ende. Der Pokalschreck, der im Achtelfinale Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen hatte, verkaufte sich zwar auch gegen Lübeck teuer. Doch Silvio Adzic (48.) erzielte das entscheidende Tor für den Zweitliga-Elften. (Berichtigung: Im 1. Absatz, 7. Zeile, muss es richtig heißen: Runde der letzten Vier (nicht: Runde der letzten Acht)).

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