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Werder verschenkt Punkte im Meisterschaftsrennen

Der deutsche Fußball-Meister Werder Bremen hat im Kampf um die Titelverteidigung zwei wichtige Punkte verschenkt. Vier Tage nach dem Sprung ins Achtelfinale der Champions League reichte es für die Hanseaten im letzten Bundesligaspiel des Jahres gegen den 1. FC Kaiserslautern nur zu einem 1:1 (0:0).

dpa BREMEN. Der deutsche Fußball-Meister Werder Bremen hat im Kampf um die Titelverteidigung zwei wichtige Punkte verschenkt. Vier Tage nach dem Sprung ins Achtelfinale der Champions League reichte es für die Hanseaten im letzten Bundesligaspiel des Jahres gegen den 1. FC Kaiserslautern nur zu einem 1:1 (0:0).

Vor 39 398 Zuschauern im Weserstadion traf Tim Borowski (59.) für die Bremer, die in der Schlussphase noch Paul Stalteri (89.) nach Gelb-Roter Karte verloren. Für den FCK hatte Carsten Jancker (48.) die Führung erzielt.

Einen Schock erlebten die Bremer schon kurz vor dem Anpfiff, als sich Johan Micoud wegen Rückenproblemen verletzt abmeldete. Tim Borowski konnte auf Micouds Position im zentralen Mittelfeld nur in ganz wenigen Szenen an die zuletzt gezeigten Leistungen des französischen Regisseurs anknüpfen. Seine mit Abstand beste Szene hatte der Nationalspieler bei seinem Tor, ansonsten konnte er dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. "Man weiß, dass man Johan Micoud nicht ersetzen kann", kommentierte Trainer Thomas Schaaf.

Nur dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung schaffte es Werder, den Gast trotzdem fast die gesamte Spielzeit unter Druck zu setzen. "Die Mannschaft hat Qualität, das hat man gesehen", meinte Schaaf. Da auch Frank Baumann und Daniel Jensen fehlten, musste er seine zuletzt erfolgreiche Elf auch auf anderen Positionen ändern und Ümit Davala, Ludovic Magnin und Christian Schulz bringen. Die größten Probleme hatte dabei Davala, der als rechter Verteidiger nicht immer sicher wirkte und nach einer Stunde ausgewechselt wurde.

Dass Werder auch ohne Micoud gefährlich sein kann, zeigte sich indes schon in der Anfangsphase. Die Bremer begannen druckvoll, erspielten sich durch Valerien Ismael (1.), Fabian Ernst (9.) und Nelson Valdez (14.) einige Chancen. Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte jedoch Schulz, dessen Kopfball Bill Tchato auf der Linie stoppte. Die beste Chancen in der Schlussphase vergaben Miroslav Klose (77.) und Angelos Charisteas (84.).

Die Lauterer, die mehr als ein halbes Dutzend Spieler ersetzen mussten, darunter die zuletzt starken Ciriaco Sforza und Ioannis Amanatidis, zogen sich weit zurück und setzten auf Konter. "Wir sind glücklich, dass wir beim deutschen Meister einen Punkt geholt haben", meinte Trainer Kurt Jara, dessen Taktik aufgegangen war.

In der Spitze wartete Jancker meist alleine. Gegen die starke Bremer Innenverteidigung verlor der ehemalige Nationalspieler den Ball meistens, bevor er ihn weiterspielen konnte. Der sonst glücklose Stürmer war jedoch im richtigen Moment zur Stelle, als Dimitrios Grammozis kurz nach der Pause von der rechten Seite flankte: Mit einem schönen Flugkopfball beförderte der frühere Bayern-Profi den Ball ins Netz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kamil Kosowski (40.) mit einem Fernschuss für die gefährlichste Aktion der Gäste vom Betzenberg gesorgt.

Die Bremer wirkten nur kurz geschockt nach der Lauterer Führung und erhöhten den Druck noch einmal. Ausgerechnet der bis dahin blasse Borowski, der bei einigen Aktionen sogar ausgepfiffen wurde, erzielte nach Doppelpass mit Miroslav Klose den Treffer zum Ausgleich.

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