Werksschließung und Entlassungen Gegenstand der Gespräche
Betriebsräte und Opel-Spitze nehmen Montag Verhandlungen auf

afp RüSSELSHEIM. Beim Verluste schreibenden Autobauer Opel sollen am Montag die offiziellen Verhandlungen zwischen der Konzernführung und Betriebsräten über die Restrukturierung des Konzerns beginnen. Bei den Gesprächen werde es um die Frage einer Werksschließung und betriebsbedingter Kündigungen gehen, sagte ein Opel-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag in Rüsselsheim. Der Konzernbetriebsrat will dies unter keinen Umständen akzeptieren. Nach dem Ende der Sondierungsgespräche, die am Mittwoch begonnen hatten, werden unter Leitung von Opel-Chef Carl-Peter Forster die Gespräche zwischen Konzernspitze und dem Europäischen Arbeitnehmerforum, dem auch die Betriebsräte angehören, im Laufe des Montagvormittags in der Opel-Zentrale in Rüsselsheim aufgenommen.

Zum Stand der Verhandlungen nach den Sondierungsgesprächen wollte sich der Opel-Sprecher nicht äußern. Beide Seiten hätten darüber Stillschweigen vereinbart. Die Tatsache, dass die Verhandlungen offiziell aufgenommen würden, spreche allerdings dafür, dass die Situation nicht auswegslos sei. Am Mittwoch vergangener Woche hatte der Rüsselsheimer Konzern bekannt gegeben, wegen hoher Verluste seine Kapazitäten um 15 % zu vermindern und Arbeitsplätze «im einstelligen Tausenderbereich» abbauen zu wollen. Auch über Werksschließungen werde nachgedacht. Die Adam Opel AG, eine Tochter des US-Autogiganten General Motors (GM), hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 835 Mill. DM (427 Mill. ?) eingefahren.

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