Werksschließungen nicht ausgeschlossen
Strumpfhersteller Kunert schreibt rote Zahlen

Der Strumpfhersteller Kunert steckt trotz deutlicher Einsparungen noch immer in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr sei statt des angestrebten Gewinns ein Verlust von 2,6 Millionen Euro erzielt worden, berichtete das Unternehmen am Montag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. "Wir haben unser ehrgeiziges Ziel verfehlt", sagte Vorstandssprecher Hubert Nopper. Auch im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen mit seinen Strumpfmarken Kunert, Hudson, Burlington, Mexx und bruno banani keine Besserung. Nach einem deutlichen Stellenabbau 2002 sind weitere Werksschließungen nach Worten von Nopper in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen.

Im vergangenen Jahr ging der Konzern-Umsatz wegen der Kaufzurückhaltung der Kunden und einer Reihe von Insolvenzen bei den Abnehmern des Unternehmens von 155 auf 134 Millionen Euro zurück. "Wir würden es als großen Erfolg werten, wenn wir den Umsatz in diesem Jahr stabilisieren könnten", sagte Nopper. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten hielten sich die Kunden auch beim Kauf von Strümpfen zurück. Auch die zunehmende Konkurrenz von Discountern macht Kunert zu schaffen. Im vergangenen Jahr sei vor allem der Umsatz mit Herrenstrümpfen deutlich um neun Prozent zurückgegangen. Auch der Verkauf von Damenstrumpfhosen sei hinter dem Vorjahreswert zurück geblieben.

Durch die eingeleiteten Kostensenkungen könne Kunert mittlerweile bei einem Umsatz von weniger als 130 Millionen Euro profitabel arbeiten. Ob dies 2002 gelinge, sei aber unklar. Immerhin sei der Verlust im vergangenen Jahr von 4,9 Millionen Euro 2001 fast halbiert worden. Dazu habe vor allem der Abbau von Stellen und die weitere Verlagerung lohnintensiver Arbeiten ins Ausland beigetragen. Weltweit ging die Zahl der Beschäftigten von 2330 auf 2107 zurück. Ein weiter Stellenabbau in diesem Jahr sei derzeit nicht geplant.

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