Werkstoffhändler Klöckner & Co
Balli will Millionen zurückzahlen

Die Londoner Balli-Gruppe will bis Ende Oktober die verschwundenen 120 Millionen Euro an den Duisburger Werkstoffhändler Klöckner & Co (KlöCo) zurückzahlen. Zudem wolle Balli seinen Verpflichtungen gegenüber der WestLB nachkommen, bestätigte ein Bank-Sprecher am Montag auf Anfrage.

HB/dpa DUISBURG. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft erklärte, eine Wiedergutmachung des Schadens werde die Ermittlungen gegen die Vorstände des Klöckner-Eigentümers Balli und ehemalige Klöckner-Manager positiv beeinflussen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war Klöckner das Geld entzogen worden, nachdem Balli das Unternehmen im Oktober 2001 übernommen hatte. Die Ermittler bereiteten bereits eine Anklage wegen Untreue gegen Ex-Vorstandschef Raimund Müsers, Ex-Finanzchef David Spridell sowie die Brüder Alaghband von der Balli-Gruppe vor. "Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, werden wir das Geld in in der kommenden Woche zurückzahlen", sagte der Sprecher der Balli/Klöckner-Holding, Roland Klein, auf Anfrage.

Spekulationen über einen erneuten Verkauf von KlöCo nannte Klein verfrüht. "Wir hoffen, dass wir uns in der kommenden Woche mit der WestLB auf eine Lösung einigen können, bei der KlöCo bei Balli bleibt." Dieses Gemeinschaftsunternehmen habe auf dem Markt beste Chancen. Die WestLB hatte die Übernahme finanziert und selbst 5,5 Prozent der Anteile behalten.

Der Treuhänder und KlöCo-Aufsichtsratschef Walter Droege zeigte sich am Montag zunächst skeptisch. "Wir warten auf das Geld zum Monatsende. Genau wie wir schon zum Monatsanfang darauf gewartet haben", sagte er. "Wenn es denn kommt, sind wir glücklich und dann ist der Verkauf von KlöCo auch für uns erst einmal kein Thema mehr."

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